El Kaida Fahne über Bengasi

In der Hauptstadt der Bewegung Bengasi weht jetzt auf dem Dach des weltberühmt gewordenen Gerichtsgebäudes die Fahne der Terrororganisation El Kaida, noch über der libyschen. Im internationalen Jugendmagazin Vice berichtet der libysche Journalist Sherif Elhelwa über einen Skandal, der nicht in der Frankfurter Rundschau stehen wird.

Dort heißt es:

Im Gerichtsgebäude von Bengasi zündete der erste Funke der libyschen Revolution. Es ist der symbolische Sitz der Revolution, Libyens Äquivalent zum ägyptischen Tahrir Platz. Hier errichteten die Rebellen ihre provisorische Regierung und das einfache aber effektive Pressezentrum, in dem sie ausländische Journalisten über ihren „Freiheitskampf“ informierten.

Aber zahlreichen Augenzeugen zufolge – mich selbst eingschlossen – kann man jetzt sowohl die Fahne der libyschen Rebellen als auch die der El Kaida über dem Gerichtsgebäude wehen sehen.

Einwohner Bengasis berichten, dass Rebellen in brandneuen Geländewagen nachts durch die Straßen fahren, die schwarze El Kaida Fahne schwenken und „Islamiya, Islamiya, weder Osten noch Westen!“ skandieren, womit sie auf Befürchtungen antworten, Libyen könne jetzt in einen Bürgerkrieg zwischen den östlichen Rebellen und den Gadaffi-Anhängern im Westen geraten.

Elhelwa belegt seinen Bericht mit persönlich aufgenommenen Fotos, die eindeutig die schwarze El Kaida Fahne auf dem Dach des Gerichtsgebäudes zeigen: Ein voller Mond unter dem islamischen Glaubensbekenntnis „Es gibt keinen Gott außer Allah“.

Wie der Journalist weiter berichtet, war es durchaus nicht ungefährlich, die Fotos zu machen, an deren Verbreitung die islamischen Terroristen in Libyen ebenso wenig Interesse haben wie deutsche Qualitätszeitungen. Sofort wurde der Fotograf von einem salafistisch aussehenden Wächter im Kampfanzug angesprochen, was er dort tue. Auf die Antwort, er fotografiere die Fahne, erwiderte  der „Freiheitskämpfer“:

„Wer schlecht von dieser Fahne spricht, dem wird die Zunge herausgeschnitten. Ich rate Dir, das nicht zu veröffentlichen, sonst handelst Du Dir Ärger ein.“

Der Wächter verfolgte den Journalisten weiter und betonte, diese Fahne sei die wahre Fahne des Islam.

Der Bericht fügt sich in sämtliche Beobachtungen ein, die man mit klarem Verstand seit langem über den Verlauf der libyschen Revolution bis hin zur Verkündigung der Scharia als künftiger Rechtsgrundlage machen muss – es sei denn, man sei Natofunktionär oder deutscher Qualitätsjournalist.

  1. #1 von mike hammer am 30/10/2011 - 15:39

    ULRICH SAHM bei HEPLEV zum zunami im orient.
    heplev.wordpress.com/2011/10/27/tsunami-im-orient/

  2. #2 von Liga-der-Gerechtigkeit am 30/10/2011 - 16:29

    Die El Kaida Friedenstruppe gehört nach den erfolgreichen Nato Einsatz zu den „Guten“.
    Die „Bösen“ heißen jetzt „Haqqani-Netzwerk“.
    In kürzen werden wir wohl vom Krieg traumatisierte El-Kaida Friedensrebellen in unseren Land Ärtzlich Versorgen und dann wohl auch Einbürgern.

  3. #3 von Rationalist64 am 30/10/2011 - 21:41

    Es gibt Berichte, dass die USA und die EU-Staaten Libyen 200 Mrd. $ (im engl. bedeutet „billion“ 1 Milliarde) für Öllieferungen schulden, und Gaddafi deshalb gedroht haben soll, ab 2012 die Lizenzen zur Ölförderung an russische und chinesische Firmen zu vergeben:

    02h/ „Better future“ has arrived – for those who can immigrate to West!
    What an irony!
    Western European countries and USA didn’t pay to Libya 200 billion dollars for the Libyan oil they got. That’s why they waged the war on Libyan people – bombed it with mini nukes and aerosol bombs to Stone Age and now like a final touch here comes the stoning as a punishment for those who don’t like the newly arrived „democracy“!
    The EU and US owe Libya over 200 BILLION$ for Libyan oil.
    Also, oil concessions for western oil companies are due to expire in 2012., and Gaddafi said that if they don’t pay he would give the new concessions to Russian and Chinese oil companies./LibyaSOS/

    http://libyasos.blogspot.com/

    (Den Link habe ich übrigens im PI-Kommentarbereich gefunden.)

    Wie auch immer – wenn es dem Willen der Mehrheit der libyschen Stammesangehörigen entspricht, sollen sie in Libyen ihren mittelalterlichen Sharia-„Staat“ errichten. Mir völlig egal Mich interessiert nur, dass sie nicht hierherkommen und uns die Sharia auf(zu)zwingen (versuchen), uns mit Terroranschlägen verschonen, und ihre Bürgerkriegs-Verwundeten sollen sie auch selbst gesund pflegen.

    Dem Verbund der libyschen Stämme steht das Recht zur Selbstregierung genauso zu, wie dem deutschen Volk. Und ich erwarte, dass die Araber auch das Letztere respektieren.

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