Ägypten presst 25 Verbrecher frei

Auch das demokratische Ägypten hat jetzt, wie zuvor Hamas und die deutsche Regierung, beschlossen, dass man Juden besser erpresst, als mit ihnen  diskutiert. 25 Verbrecher wurden heute gegen einen amerikanischen Juden, der auch die israelische Staatsangehörigkeit besitzt, ausgetauscht. Der Student hatte an einem humanitären Hilfsprogramm für die armen Araber im Sinai teilgenommen und war unter der Behauptung der Spionage im Juni inhaftiert worden. Der Vorwurf war offenkundig so weit hergeholt, dass sich nicht einmal im neuen ägyptischen Rechtsstaat ein Staatsanwalt fand, der eine Anklage erheben konnte. So musste man den Spion ohne Gerichtsverhandlung  ins Gefängnis werfen.

Jetzt wurde er wieder freigelassen – im Austausch gegen 25 ägyptische Kriminelle, die wegen Drogen- und Waffenschmuggels Freiheitsstrafen in Israel verbüßten. Es waren zwar keine richtigen Terroristen, aber immerhin hatten sie Israel geschädigt, und so zeigte Al Jazeera am Nachmittag, wie begeisterte Menschen den Weg des Busses mit den Freigepressten säumten, Blumen auf die Straße warfen und die Verbrecher so empfingen, wie man seinesgleichen eben empfängt.

Die deutschen Medien berichten zurückhaltend über den Austausch wie schon zuvor über die Geiselnahme des Jurastudenten, hier etwa das Hamburger Abendblatt.

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