Ägyptischer Frühling Teil 2


Wie es konkret im – vom Westen als Musterbeispiel der Symbiose zwischen Islam und Demokratie gelobten – ägyptischen Frühling zugeht (Teil 1 brachten wir gestern), zeigt sehr schön dieser Artikel auf kath.net. Man darf wohl annehmen, dass die westlichen Fürsprecher der Islamisierung zurecht laut aufschreien würden, würde jemand moslemischen Mädchen das Kopftuch herunterreißen.

Kath.net schreibt:

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, eskaliert in der oberägyptischen Stadt Beni Mazar ein Streit über den Kopftuchzwang für alle Schülerinnen – auch für christliche Mädchen. Die IGFM sieht in dem Vorfall einen Präzedenzfall und ein Zeichen dafür, dass islamische Fundamentalisten versuchen, die Freiheiten nach der Revolution dafür zu nutzen, die ägyptische Gesellschaft noch stärker zu islamisieren.

Begonnen hatte der Streit mit einer Anordnung durch die Leitung der Shaikh Fadl-Schule, einer staatlichen weiterführenden Schule in der rund 60.000 Einwohner zählenden Stadt Beni Mazar in der oberägyptischen Provinz el-Minya. Alle, auch die christlichen Schülerinnen, seien verpflichtet, ihr Haar mit einem Kopftuch zu bedecken, ansonsten dürften sie die Schule nicht mehr betreten. Alle Schülerinnen gehorchten der Aufforderung bis auf die 14-jährige Koptin Ferial Sorial Habib. Sie wurde daraufhin acht Tage in Folge daran gehindert, in die Schule zu gelangen.
(…)
Der Direktor des Ägyptischen Zentrums für Entwicklung und Menschenrechte, Said Abdelmaseeh, reichte am 27. September eine Beschwerde sowohl beim ägyptischen Premierminister als auch beim Bildungsminister ein. Der Staat müsse mit rechtlichen Schritten gegen das Vorgehen der Schule einschreiten und alle Schulen Ägyptens darauf hinweisen, dass das Tragen eines Kopftuches optional und nicht verpflichtend sei.

Schon klar. Und mit dem Islam hat das Ganze sowieso nichts zu tun. Allein darüber zu berichten, ist rassistisch, schürt Vorurteile und ist daher verboten. Die Wächter der Political Correctnis werden schon aufpassen…