Netanyahu spricht vor der UN

Am vergangenen Freitag sprach Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York. Bereits zuvor hatte Israel die Aufforderung des Nahostquartetts zur Wiederaufnahme von Verhandlungen zwischen Israel und seinen arabischen Feinden ausdrücklich begrüßt, die von „palästinensischer“ Seite bisher abgelehnt werden. Netanyahu bekräftigte nochmals die Einladung zu einer friedlichen Verhandlungslösung des Nahostproblems.

Der Newsletter der israelischen Botschaft zitiert aus der Rede:

„Ich bin hierhergekommen, um die Wahrheit zu sagen. Die Wahrheit ist, dass Israel Frieden möchte. Die Wahrheit ist, dass im Nahen Osten immer, doch besonders während dieser turbulenten Tage, Frieden in Sicherheit verankert werden muss. Die Wahrheit ist, dass wir Frieden nicht über UN-Resolutionen erreichen können, sondern nur durch direkte Verhandlungen zwischen den beiden Seiten. Die Wahrheit ist, dass die Palästinenser sich bis jetzt geweigert haben zu verhandeln. Die Wahrheit ist, dass Israel Frieden mit einem palästinensischen Staat will, doch die Palästinenser wollen einen Staat ohne Frieden. Und die Wahrheit ist, dass das nicht passieren sollte. [.]

Die Palästinenser sollten zunächst Frieden mit Israel machen und dann ihren Staat erhalten. Doch ich möchte Ihnen auch das folgende sagen: Nachdem solch ein Friedensabkommen unterzeichnet ist, wird Israel nicht das letzte Land sein, das einen palästinensischen Staat als Mitglied in die Vereinten Nationen aufnimmt. Israel wird das erste Land sein. [.]

Israel hat seine Hand zum Frieden ausgestreckt von dem Moment an, als es vor 63 Jahren gegründet wurde. Im Namen Israels und des jüdischen Volkes strecke ich diese Hand heute noch einmal aus [..] Ich reiche meine Hand dem palästinensischen Volk, mit dem wir einen gerechten und dauerhaften Frieden machen möchten [.] Ich kann nicht allein Frieden machen. Ich kann nicht mit Ihnen Frieden machen. Präsident Abbas, ich reiche Ihnen meine Hand – die Hand Israels – zum Frieden. Ich hoffe, dass Sie diese Hand ergreifen werden.“

Präsident Netanyahu äußerte sich auch zur Frage der Sicherheit Israels. In diesem Zusammenhang erklärte er:

„Tausende von Raketen sind bereits auf unsere Städte niedergegangen [.] Die Israelis sind bereit, einen palästinensischen Staat im Westjordanland zu akzeptieren, doch wir sind nicht bereit, ein zweites Gaza an unserer Seite zu dulden. Aus diesem Grund brauchen wir Sicherheitsarrangements.“

Zur Frage Israels als dem jüdischen Staat erklärte der Ministerpräsident:

„Der jüdische Staat Israel wird immer all seine Minderheiten schützen, einschließlich der mehr als eine Million arabischen Staatsbürger. [.] Israel hat nicht die Absicht, seinen demokratischen Charakter aufzugeben. Doch wir möchten nicht, dass die Palästinenser versuchen, den jüdischen Charakter unseres Staates zu ändern.“

(Außenministerium des Staates Israel, 25.09.11)

  1. #1 von quotenschreiber am 26/09/2011 - 19:49

    Auch QQ ist für Gespräche und Kommentare offen!

  2. #2 von pferdchenimstall am 26/09/2011 - 20:01

    „Doch wir möchten nicht, dass die Palästinenser versuchen, den jüdischen Charakter unseres Staates zu ändern.“

    -Sehr versponnen, verschachtelt, verworren. Wie könnten Palis den jüdischen Charakter verändern?

  3. #3 von Jaette am 26/09/2011 - 20:46

    @ #2 Wie könnten Palis den jüdischen Charakter verändern? Gäääähhhnn…

    OT

    Erdogan in a CNN interview said Israel has killed hundreds and thousands of Palestinians, while Palestinian missiles had killed only a few Israelis, and that Israel used the Holocaust to perpetrate its own victimhood.

    from http://www.jpost.com/DiplomacyAndPolitics/Article.aspx?id=239603

  4. #4 von mike hammer am 27/09/2011 - 08:16

    #2 von pferdchenimstall
    Gäääähhhnn…
    ersetz mal jüdisch mit deutsch, palis mit (T)Orks und schick mal abends, so um
    22 uhr, deine 17jährige tochter im minni und I-Phone durch neuköln flanieren.
    dann weisst du es.

  5. #5 von Romtreu am 27/09/2011 - 18:33

    Ich habe bereits an anderer Stelle geschrieben, dass meiner Meinung nach die Palästinenser weiterhin die Vernichtung Israels anstreben. An dieser Einschätzung hat sich nichts geändert.
    Ich habe in diesem Zusammenhang eine Frage an die Kommentatoren, die intensive Beziehungen zu Israel pflegen. Gibt es Zahlen über die Opfer, die die – ich nenne es einmal so – Innenpolitik der Hamas unter den eigenen Leuten gefordert hat. Wie sieht die Rechtspolitik aus, wie die Verwaltung? Da über all diese Fragen in der deutschen Presse so gut wie nichts veröffentlicht wird, könnte sich bei unbedarften Zeitgenossen die Meinung festsetzen, die Hamas sei eben eine Regierung, wie man sie in dieser Region außerhalb Israels eben so findet. Ich kann mir das bei dieser Terrorbande einfach nicht vorstellen. Zahlen und Fakten könnten einem da in so mancher Diskussion weiterhelfen.

  6. #6 von mike hammer am 27/09/2011 - 20:49

    #5 von Romtreu
    bei bedarf herrscht die scharia, es werden regelmäßig leute hingerichtet.
    anhänger anderer palestinistischer zellen werden eingsperrt oder verschwinden,
    was ich begrüße, sie wissen wie man palestinisten nimmt.
    sippenhaft ist die regel. die rede von oberhäuptling abas wurde in gasa nicht übertragen.
    im tv domminiert mohamedanismus und antisemitismus. gasa ist praktisch juden und christen frei.
    die frau ist besitz …………
    ISLAMISCHE DEMOKRATIE wie sonst auch.

  7. #7 von Romtreu am 27/09/2011 - 21:17

    #6 von mike hammer am 27/09/2011 – 20:49

    Vielen Dank für diese stichwortartige Beschreibung des Hamas-Unwesens.
    Das gibt einem doch die Möglichkeit gegenüber ahnungslosen Zeitgenossen zu argumentieren. Und wenn sie sich am Ende eines Gespräches nur die Frage stellen: Warum erfahre ich in den großen deutschen Medien nichts über das Innenleben des Hamas-Herrschaftsgebietes? Dann wäre doch schon einiges gewonnen, meine ich.

  8. #8 von lobotomium am 27/09/2011 - 21:33

    @ Romtreu

    Warum erfahre ich in den großen deutschen Medien nichts über das Innenleben des Hamas-Herrschaftsgebietes?

    Man mag darüber nicht im „Neuen Deutschland“ lesen können, aber sonst kann man das sehr wohl:

    http://www.faz.net/artikel/C31325/unterdrueckung-von-zivilisten-eine-neue-hamas-offensive-30315050.html

  9. #9 von Romtreu am 27/09/2011 - 21:51

    8 von lobotomium am 27/09/2011 – 21:33

    Ein interessanter Hinweis, für den ich danke. Man sollte eben doch nicht so apodiktisch formulieren, wie ich es getan habe. Besser hätte ich also geschrieben, warum lese ich fast nichts über das Innenleben des Hamas-Herrschaftsgebietes.
    Bei meiner Kritik, dass diese Frage in der öffentlichen Wahrnehmung höchst nebenächlich behandelt wird, bleibe ich aber. Das zeigt schon die Tatsache, dass der FAZ-Artikel am 27. Oktober 2010 veröffentlicht wurde.
    Was der Hinweis auf das Neue Deutschland sollte, vermag ich nicht zu deuten

  10. #10 von mike hammer am 27/09/2011 - 22:23

    die MSM pflegen die MÄR vom Pösen israeli und lieben Plasteline-nser.
    hast es u.u. schon gelesen, kommt nirgends in den MSM.
    geschehen lezten freitag.
    _
    neue metode juden zu töten,DRIVE BAY STEINIGUNG!ein zuerst als verkehrsunfall ausgegebener terroranschlag ereignete sich in judea!ein israeli fuhr mit seinem kleinkind als aus einem entgegenkommenden fahrzeugein stein die windschutzschebe durchschlug und den schädel des fahrers zertrümmerte.das auto kam von der strasse ab und dem fahrer wurde noch eine waffe geraubt.beide insasen tot..kein pips in den MSM
    _
    dann wird gerne von harmlosen steinchenwerfern geredet.
    NATÜRLICH werden alte stereotypen aus der NS-mottenkiste geholt und im gutmenschengewand sozusagen UNBEFLECKT KREDENZT http://medforth.wordpress.com/2011/09/26/deutsche-nazipresse-wo-man-die-schon-immer-vermutet-hatte-und-die-regen-sich-uber-den-oslo-attentater-auf/

    nicht aufregen, schadet dem druck-blut oder so.

  11. #11 von lobotomium am 27/09/2011 - 22:34

    @ Romtreu

    Ich hätte noch etliche weitere Artikel zu diesem Thema verlinken können, durchaus auch solche neueren Datums. Im Zuge der „Arabellion“ wurde übrigens vielfach auch der Gaza-Streifen in den Blick genommen.

    Wenn man größeren Teilen der deutschen Medien in diesem Zusammenhang etwas vorwerfen will, dann weniger, daß sie verschweigen, als vielmehr, daß sie durch die Art und Weise ihrer (übrigen) Berichterstattung diminuieren. Man berichtet dort nämlich in der Tat sehr viel intensiver über Israel, und zwar vor allem über (tatsächliche oder vermeintliche) Verfehlungen des Landes. An sich kann und sollte aber jeder Interessierte wissen, wie „Hamas“ und „Fatah“ mit Dissidenten umgehen, wie sich die Apparatschiks der beiden Kräfte auf Kosten der Bevölkerung bereichern und was man dort im allgemeinen von Meinungs- und Pressefreiheit hält.

    Nach meiner Erfahrung wissen das übrigens auch nahezu alle „Israelkritiker“. Sie schauen allerdings regelmäßig bewußt lieber weg und schweigen. Mir scheint es daher eine gewisse Fehleinschätzung, in größerem Umfang von schlichtem Unwissen auszugehen, wenn gegen Israel Stellung bezogen wird. Bei den meisten Menschen, die sich hierzu dezidiert äußern, dürfte es vielmehr bewußte Ignoranz gehen, die einerseits antisemitischen, andererseits aber auch schlicht antiwestlichen Impulsen geschuldet sein kann. Namentlich in (extrem) linken Kreisen drückt man gerne ein Auge zu, wenn es gegen die „Imperialisten“ geht.

  12. #12 von mike hammer am 27/09/2011 - 22:36

    #Romtreu
    wenn du auf tiefschwarzen humor stehst, lies die untertietel im angesicht der bilder im hintergrund.
    http://www.youtube.com/watch?v=gVAbkq6EkA0 .
    jüdischer (?!?) humor.

  13. #13 von Tutnix am 28/09/2011 - 12:53

    Es gibt immer wieder solche nüchternen Bestandsaufnahmen zum Thema in deutschen Medien, auch außer der FAZ. Die oft bemühte Methaphorik vom sogenannten „Schweigekartell“ der Medien, kann nur bedeuten, dass seltsamerweise sich solche Erkenntnisse auf oberster Ebene der Diskussion kaum niederschlagen. Betrifft ja nicht nur das Thema Nah-Ost sondern allgemein das Thema Islam.
    Die Ignoranz mit der die barbarischen Sitten im Nahen Osten übergangen werden, führt dann auch zu den fatalen Fehleinschätzungen westlicher Friedenaktivisten, die meinen, dort überall per se willkommen zu sein.
    Letztens die beiden freigelassenen Amerikaner oder dieser getötete italienische Kommunist und Friedensaktivist in Gaza. Eigentlich unvermeidlich wenn in solchen Kreisen orientierungslose pure Gewalt zwanghaft zur antizionistischen Aktion, oder dem nachvollziehbaren Hass auf Israelis veredelt werden muss.

  14. #14 von Tutnix am 28/09/2011 - 13:03

    Jetzt hab´ ich doch glatt vergessen, was ich mit dem „Schweigekartell“ eigentlich sagen wollte…

    Davon zehren doch solche „Nachrichtenblogs“ wie PI und Quotenqeen häufig, dass sie nur solche Perlen aus ihrem Schattendasein zerren.

  15. #15 von gw am 28/09/2011 - 15:33

    Deswegen ist auch die oft bei PI gelesene Behauptung falsch, solche Blogs würden Nachrichten bringen, die in den Medien verschwiegen werden. Tatsächlich beruhen fast alle Berichte bei PI wie auch hier auf Zeitungsmeldungen. Wirklich eigene investigative Leistungen kommen vor, sind aber die Ausnahme, z.B. Bilderfälschungen durch Reuters im Libanonkrieg, der Fall der grünen Dezernentin Bredehorst in Köln, die den Holocaust einen Ausrutscher nannte oder der Auftritt eines NPD-Funktionärs bei einer Serbendemo. Das Meiste aber kommt aus den Medien selber, weshalb die derzeitige Kampagne ja auch inhaltlich auf die Artikel kaum eingehen kann. Dabei gibts es natürlich eine Auswahl von Themen, so wie der ADAC eben auch nur Zeitungsberichte zitiert, die sich mit Auto und Verkehr befassen. Bevorzugt kommen Tatsachenberichte zum Tragen, durch die bedauerlicherweise oft ein negatives Bild vom Islam entsteht, während die positiven Berichte zum Islam in den Zeitungen doch meist Meinungen und Verlautbarungen sind.
    Wirklich neu ist das von PI erfundene Prinzip der Spürnasen, denn viele Integrationsprobleme werden in der Presse als regionale Ereignisse besprochen. Durch Spürnasen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und Nachbarländern entsteht so ein Gesamtbild, dass für islamkritische Blogs typisch ist, und das in dieser Gesamtschau in den anderen Medien tatsächlich nicht vorkommt.

  16. #16 von lobotomium am 28/09/2011 - 19:40

    @ Tutnix

    In der Tat, man sollte die Fähigkeit mancher Menschen, mißliebige Informationen, obgleich zur Kenntnis genommen, zu verdrängen und/oder auf irgendeine Weise zu „rationalisieren“, niemals unterschätzen. Bei vielen vermeintlich wohlmeinenden „Friedenskativisten“ spielt in Sachen „Ignoranz“ wohl auch der alte Topos vom „edlen Wilden“ eine bedeutende Rolle. Beinahe tragisch ist daran, daß diese Leute sich sonst mit aller Vehemenz gegen alles Gedankengut stemmen, das ihnen auch nur im Entferntesten rassistisch erscheint. Wie nahe sie dem zuweilen selbst kommen, bemerken sie nicht.

    Wenn ich mir anschaue, wie viele dieser vermeintlich Wohlmeinenden die Palästinenser im allgemeinen sehen, fühle ich mich bisweilen durchaus an so manche Stereotypen der europäischen Kolonialzeit erinnert.

  17. #17 von Zahal am 29/09/2011 - 20:48

    Vielleicht helfen diese Infos auch weiter: Es sind zwar Krimis, beruhen aber auf tatsächlichen Begebenheiten und erklären vor allen Dingen die Mentalität und die Korruption, das Clandenken und vieles mehr – Matt Beynon Rees:

    http://www.amazon.de/gp/search?rh=i%3Aenglish-books%2Cn%3A%2154071011%2Ck%3Amatt+rees+ein+Grab+in+Gaza&keywords=matt+rees+ein+Grab+in+Gaza&ie=UTF8&qid=1317321847&ajr=0

    Verlässliche Zahlen über Opfer gibt es nicht, eben auch weil die Hamas fast ALLE als Mehrtürer bezeichnet und sie Israel anlastet, auch „Arbeitsunfälle“ beim Bombenbau….Hatte man bei Hitler verlässliche Zahlen bekommen, wieviele er ausgeschaltet hatte? Und in Gaza lebt es sich gefährlicher……siehe sogar der tote italienische Aktivist…..

  18. #18 von Zahal am 29/09/2011 - 20:51

    Hiervon wird auch nicht berichtet……Zitat:

    Rafiach, wie wir es nennen (Rafah in den deutschen Nachrichten), liegt an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gazastreifen. Die Erde unter Rafiach ist von Tunneln förmlich durchlöchert. Dort werden Drogen, Prostituierte, Waffen und was man sonst noch so zum Leben braucht geschmuggelt.

    Letzte Nacht wurde ein solcher Tunnel geflutet – und zwar nicht einfach mit Wasser, sondern mit Abwässern. Ich glaube, unter der Erde gefangen zu sein und in Abwasser zu ertrinken ist ein besonders häßlicher Tod. Drei palästinensische Schmuggler kamen dabei ums Leben.

    Wundert Ihr Euch, daß kein Aufschrei um die Toten durch Eure Medien ging? Kein Protest gegen die perfide Methode, einen Schmugglertunnel mit Abwässern zu fluten, statt die Schmuggler einfach festzunehmen, wenn man den Tunnel gefunden hat? Wo sind die empörten Forderungen, daß die Israelis sich für die Todesfälle zu entschuldigen habe?

    Die Antwort ist ganz einfach. Es waren gar nicht die Israelis, die den Tunnel geflutet haben. Es waren die Ägypter.

    Jetzt ist alles klar, nicht wahr?

    http://spiritofentebbe.wordpress.com/2011/09/27/kein-schoner-tod/