Giordano wirft Wulff Blauäugigkeit vor


Der Holocaustüberlebende Ralph Giordano hat Bundespräsident Wulff Blauäugigkeit gegenüber dem real existierenden Islam vorgeworfen. In einem Offenen Brief in der WELT warnt er den Bundespräsidenten angesichts dessen Treffen mit Abdullah Gül, Präsident der Türkei, vor Sozialromantik. „„Die Türkei ist ein Beispiel dafür, dass Islam und Demokratie, Islam und Rechtsstaat, Islam und Pluralismus kein Widerspruch sein müssen“, heißt es da, was anschaulich zeigt, dass Wulff vom Islam nicht die geringste Ahnung hat. Ein Brief, den man in allen Punkten unterschreiben kann und gelesen haben muss.

  1. #1 von quotenqueen am 20/09/2011 - 10:18

    Yes…open

  2. #2 von simbo am 20/09/2011 - 11:27

    Was für ein präziser, ehrlicher „Offener Brief“ von Ralph Giordano.

    Solche Leute müsste man in der Politik haben. Wenigstens ein paar davon 🙂

  3. #3 von simbo am 20/09/2011 - 11:34

    Mal eine schüchterne Frage an QQ .

    Übernimmt PI keine Artikel mehr von EUCH ?? Oder ist das Eure Entscheidung.

    Mir soll es recht sein, mir gefällt es hier (wieder). 🙂

    QQ: Wir wollen das nicht (mehr).

  4. #4 von Heimchen am Herd am 20/09/2011 - 11:36

    Und „wir“ müssen schön draußen bleiben, nicht wahr. 😉

    Das Bild spricht Bände!

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article13613911/Abdullah-Guel-in-Berlin.html

    Und Frau Gül mit Kopftuch, schaut abwesend in die Kamera, wo mag sie mit ihren
    Gedanken wohl sein? Vielleicht denkt sie:“Hoffentlich ist dieses „heuchlerische Getue“
    bald vorbei“. 😉

    Oh, ich kann ja Gedanken lesen. 🙂

  5. #5 von Heimchen am Herd am 20/09/2011 - 11:42

    #4 von Heimchen am Herd am 20/09/2011 – 11:36

    Ich meinte das Bild Nr. 4, der Bilderreihe. 😉

  6. #6 von Rationalist64 am 20/09/2011 - 11:45

    Partei-Karrieristen wie Wulff haben von frühauf gelernt, dass die Erschließung von Wählerschichten die eigene beruflich-ökonomische Existenzgrundlage als Funktionär sichert. Das Zur-Kenntnisnehmen der Realität oder das Aussprechen der Wahrheit spielt dabei keine Rolle und ist nur hinderlich. Intern hat die Führungsschicht der CDU offenbar beschlossen, die in Deutschland lebenden Mohammedaner zur neuen Stammwählerschaft der CDU zu machen. Die Folge ist eine regelrechte Flut devoter Anbiederei durch führende CDU-Funktionäre gegenüber den Mohammedanern. (Die bürgerliche, konservative Stammwählerschaft vernachlässigt man dagegen nach der Devise. „Die haben ja doch keine andere Alternative als uns zu wählen und werden das schon schlucken!“) Wulff betrachtet sich offenkundig nicht als Präsident der (aller) Deutschen, sondern er handelt als kleinkkarierter Parteipolitiker, der sich im Dauer-Wahlkampf befindet. Richtig peinlich ist das offenkundige historische Unwissen Wulffs.

    Ich werde der Partei „Die Linke“ nie verzeihen, dass ihre Wahlmänner und -frauen in der letzten Bundesversammlung nicht im 1. Wahlgang für Gauck stimmten. Viele Zumutungen wären uns erspart geblieben.

  7. #7 von aktivposten am 20/09/2011 - 12:07

    @ rationalist

    Und warum haben die nicht für Gauck gestimmt? Weil die teilweise persönlich davon angep… waren, daß er im Zuge der Stasi-Recherchen auch Mitglieder der BV als IM´s enttarnt hat.
    Du hättest vermutlich auch Schwierigkeiten, jemanden zu wählen, der Dich vor Jahren mal berechtigt angeschwärzt oder vor die Tür gesetzt hat.
    Wobei die Enttarung nur den allerwenigsten geschadet hat.

    Insofern war das Verhalten doch nur konsequent, wenn es uns jetzt auch diesen Bundespräsidentendarsteller beschert. Jeder bekommt eben das, was er verdient, ich fürchte, für Deutschland sind Merkel und Wulff erst der Anfang der Bescherung…

  8. #8 von simbo am 20/09/2011 - 12:20

    #4 Heimchen 😉

    Ja warst Du denn auf dieser Party nicht dabei ?
    Eine Schande sowas :mrgreen:

    So, jetzt muss ich wieder arbeiten, sonst …… 😆 😆

  9. #9 von Heimchen am Herd am 20/09/2011 - 12:44

    #8 von simbo am 20/09/2011 – 12:20

    Simbo 😉

    Ich war auf einer anderen Party. 😉

    http://www.youtube.com/watch?v=3NfdpM46RmY .

    Glaubst Du, jeder ist das, wofür er sich ausgibt? 😉

  10. #10 von Tutnix am 20/09/2011 - 13:02

    Wie wird sich unsere Christina in einer Runde mit den Samenäckern fühlen, wo sie doch auch frisch Mutti geworden ist?

  11. #11 von Tutnix am 20/09/2011 - 13:04

    QQ, mich geht ´s ja nichts an, aber dann solltet ihr euer Profil unter „about“ auch nachjustieren und eventuell weiter ausführen.

    Ich sehe aber noch nicht, dass das Flaggschiff künftig nurmehr aus einer Kanone schießen wird. Frank Furter wird heute für dieses einseitige Anliegen ziemlich deutlich zurecht gestaucht.

  12. #12 von aktivposten am 20/09/2011 - 13:29

    @ tutnix
    Das war auch nötig. Eigentlich schätze ich FF sehr, aber die letzten 2 Wochen hat er übers Ziel hinausgeschossen. Mein Komm. dort wurde leider nicht veröffentlicht, weil der Server wieder mal die Grätsche gemacht hat (Fehlermeldung 503, schon etwas länger), aber diese eine Mal hatte ich FF auch die Meinung gegeigt für diesen Schrott, den er da abgeliefert hat.

  13. #13 von Jaette am 20/09/2011 - 19:33

    Dieser Schlusssatz im Artikel von Ralph Giordano lässt mich nicht mehr los:

    Mein Antrieb: Nach den Erfahrungen in Hitlerdeutschland gibt es nur eine Gesellschaftsform, in der ich mich sicher fühle – die demokratische Republik. Wer sie antastet, ob Muslim, Christ oder Atheist, der hat mich am Hals.

    Ich wünsche Ralph Giordano noch ein langes Leben bei bester Gesundheit! Solche Menschen, die gehört werden, brauchen wir. Und keine weichgespülten Parteisoldaten oder Zwergenparteien, die auf Mandate schielen und jedes Wort abwägen, um nicht bei potentiellen Wählern an zu ecken.

  14. #14 von stm am 20/09/2011 - 19:39

    #7 von aktivposten am 20/09/2011 – 12:07

    In Bezug auf Gauck könntest Du Recht haben. Er wußte zu viel. Ihm hätte man kaum irgendwelche Schönfärbereien unterjubeln können. Wenn Du allerdings sagst, Merkel und Wulff sind erst der Anfang, dann wil ich lieber nicht wissen, was das Ende ist 😦

  15. #15 von Tutnix am 21/09/2011 - 10:56

    Aktivposten, ich halte mich aus der Strategiedebatte zwischen PRO und Freiheit raus, solang die sich in einer Schlacht um den edelsten Konservatismus ergeht. Frank Furter täte besser daran, sich auf die Aufarbeitung der eigenen Fehler zu konzentrieren.

    Da ist für mich vor allem die Diskrepanz zwischen dem mausgrauen Erscheinungsbild der Führungsriege und der doch bunten Vielfalt islamkritischer Kommentatoren als Wählerpotential. Ich habe keinen genauen Überblick, was sich mit dem grundsätzlichen Wohlwollen und Zulauf zu dieser Neugründung an Personal so angeboten hat, aber das mit Aaron König allein war für mich schon schwer verdaulich.

    Mit der braven Trumpfkarte Rene` schien mir auch der Gesamtaufbau ohne reale Basis zu sehr an das erzwungene Konzept der PVV mit Wilders unangefochten im Mittelpunkt angelehnt.
    Dann aber beim RBB auf die Frage nach Vereinbarkeit von Burkaverbot mit Freiheit schon ins Straucheln geraten. Dazu gibt es ein tolles Video wo Wilders in einem TV-Duell ein ziemlich hohes Tier der Sozialdemokratie derartig zur Schnecke macht, dass danach kaum noch infrage stand, ob sowas harmloses wie ´ne Burka imstande ist, eine freiheitliche Gesellschaft zu zerstören.

  16. #16 von Aktivposten am 21/09/2011 - 11:29

    @ tutnix

    Sehr weise !
    Ich habe/hatte da auch keine Aktien drin, habe mitgelesen und mir meinen Teil gedacht, aber wie gesagt FF´s „Abgesang auf PRO“ war dann doch der berühmte Tropfen… und er hat die verdienten Prügel eingesteckt.
    Die PI-Leser sind eben doch keine Vollidioten, wie es uns die MSM weissmachen wollen.

  17. #17 von Tutnix am 21/09/2011 - 11:59

    Ich hatte da auch keine Aktien drin. Mir reicht heut noch die leidige Ehrfarung als Mitglied der Alternativen Liste, wie mit dem sich abzeichnenden Erfolg reihenweise orthodoxe Kommunisten angekrochen kamen. Da sollen jetzt mal unverbrauchte frische Leute ran. 😀

    Und mit meiner Wahlentscheidung habe ich wissentlich Vorschusslorbeeren verteilt.

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