Behörden genehmigen nicht wie gewünscht

Die Protestankündigungen gegen den bevorstehenden Papstbesuch, für die Berlins Regierender Bürgermeister soviel Verständnis zeigt, stoßen bei den Behörden auf wenig Gegenliebe. Auch im „verkommenen“ Berlin. Sie wurden bisher nicht genehmigt. Überhaupt scheint sich die Berliner Polizei im Gegensatz zu Köln sehr korrekt zu verhalten, wie man auch im Falle Pro Deutschlands sieht. Am schlimmsten scheinen in dieser Hinsicht CDU-regierte Städte zu sein.

Der „Spiegel“ berichtet:

Gegen den Papstbesuch in Deutschland formiert sich Widerstand, doch die Behörden stellen sich quer. Nach SPIEGEL-Informationen untersagen die Verantwortlichen in Berlin eine Protestaktion. Auch in Freiburg und Erfurt gibt es keine Genehmigungen.

Die Veranstalter von Demonstrationen gegen den bevorstehenden Papstbesuch stoßen bei den Behörden auf Widerstand. So verbietet die Berliner Versammlungsbehörde wegen angeblicher Sicherheitsbedenken nach SPIEGEL-Informationen den Start einer „Karawane zum Papst“ am Brandenburger Tor.

Auch die Freiburger Stadtverwaltung sowie die Behörden in Erfurt haben die beantragten Protest- und Infostände noch nicht genehmigt. Ein Bündnis von 23 Gruppen will der Stadt Freiburg kurz vor dem Papstbesuch Tausende Unterschriften übergeben, um zu verhindern, dass sich Benedikt XVI. in das Goldene Buch der Stadt einträgt.

In Berlin erwartet das papstkritische Bündnis von mittlerweile 54 Organisationen am 22. September eine Demonstration von 15.000 bis 20.000 Menschen während der Rede des Heiligen Vaters im Bundestag. Der notfalls auf einer anderen Strecke stattfindende Protestzug soll von einem Papamobil mit einem Gegenpapst und einer Gegenpäpstin angeführt werden, gefolgt von Musik- und Tanzgruppen auf Tiefladern, Fußgruppen, Demo-Blöcken mit Nonnen und Mönchen im Stil des Christopher Street Days.

Der Papst besucht Deutschland vom 22. bis 25. September. Stationen neben Berlin sind Erfurt, das Thüringische Eichsfeld und Freiburg. Ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz sagt dazu: „Ich erwarte einen fairen Umgang mit der Person des Papstes und keine Störung des Gottesdienstes.“

(Spürnase: SZ)