Slutwalk kommt nach Deutschland

Der Slutwalk, eine Demonstrationsform, mit der Frauen in aufreizender Kleidung auf ihr sexuelles Selbstbestimmungsrecht aufmerksam machen, soll demnächst auch in Deutschland stattfinden. Als Veranstaltung, die von linken Frauen der Genderbewegung veranstaltet wird, versteht es sich, dass um hochaktuelle Fragen der Vergewaltigungsproblematik wie Zwangs- und Kinderheiraten ein ebenso großer Bogen gemacht wird wie um die  vom Koran verweigerten Rechte muslimischer Frauen in ihren Heimatländern oder auch bei uns, oder um die  Tatsache, dass etwa in Oslo alle Vergewaltigungsdelikte des letzten Jahres von Immigranten verübt wurden.

Die taz berichtet:

Sie werden sich aufdonnern, sich grell schminken. Sie werden kurze Röcke tragen, vielleicht Netzstrumpfhosen unter Hotpants, tiefe Ausschnitte und enge Tops.
Ihre Aufmachung soll bewusst aufreizend wirken, und wenn alles so funktioniert wie bei ähnlichen Veranstaltungen in Australien, den USA und London, werden Tausende in Hamburg, Köln, Berlin und im Ruhrgebiet Schilder hochhalten, auf denen so etwas steht wie: „Ich entscheide, wann ich diesen Rock ausziehe“. Oder: „Klar will ich’s – aber nicht von dir“.
Diese Frauen werden am 13. August am „Slutwalk“ teilnehmen, am „Marsch der Schlampen“. Sie demonstrieren gegen Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe, vor allem aber gegen die Behauptung, Frauen seien selbst schuld, wenn sie einen Mini trügen oder einen tiefen Ausschnitt zeigten.
Anlass war eine Äußerung eines kanadischen Polizisten im April, der Jurastudentinnen in Toronto riet, sie sollten sich nicht wie „Schlampen“ kleiden, wollten sie nicht vergewaltigt werden. Eine beschämende Aussage, die man nach rund 40 Jahren, nachdem amerikanische Feministinnen anfingen, gegen Vergewaltigungsmythen zu protestieren, noch immer hört. (…)

Der Weiße Ring schreibt aber bei den Präventionsmaßnahmen nicht vor, wie die Frau sich kleiden solle. „Es ist egal, ob der Rock einer Frau kurz ist oder lang, schuld ist immer der Täter“, sagt Schuhmann. Auch bedeckte oder gar voll verschleierte Frauen werden vergewaltigt.
Tatsächlich kommen in Ländern wie Pakistan oder Indien Vergewaltigungen viel häufiger vor als in Deutschland. Oft werden Frauen im öffentlichen Raum betatscht, was mit dem Begriff „eve teasing“ verniedlicht wird. Aber auch dort formieren sich Slutwalks. Demnächst möchten Inderinnen in Delhi protestieren, danach in Bombay.
Meistens funktioniert die Organisation der Märsche online. Frauen in einer Stadt haben davon gehört und möchten den Slutwalk in ihrer Stadt gründen. Alles, was es dazu braucht, ist eine Facebook-Gruppe. Es gibt Regeln, die das „Original“ in Kanada zu befolgen bittet, daran ist allerdings niemand gebunden. So soll es beispielsweise nicht nur um Vergewaltigung gehen, sondern generell um sexuelle Übergriffe. Es soll eine friedliche Veranstaltung bleiben, und es soll bedacht werden, dass alle Geschlechter mitmachen dürfen.

ten nehmen lassen

Mit Wehmut gedenken wir der Tage, als etwa mit dem Aktionsforum gegen Islamisierung der leider verstorbenen Aktivistin Britta noch innerhalb der islamkritischen Bewegung in Deutschland Gruppen aktiv waren, die es sich nicht hätten nehmen lassen, sich solchen Protesten in kreativer Form, vielleicht in Burkas verhüllt, anzuschließen (Foto: Burkaaktion im Karneval in Krefeld). Nach der weitgehenden Bürokratisierung der Islamkritik in biederen Parteien ist mit soviel „außerparlamentarischem“ Aktivismus ja leider nicht mehr zu rechnen. Wir lassen uns aber gerne vom Gegenteil überzeugen und werden berichten, wenn es doch etwas zu berichten gäbe.

(Spürnase: Vlad)