Wer war Jesus von Nazareth?

Gastbeitrag von Klaus Lelek

So banal diese Frage auf den ersten Blick scheint, es brauchte 1800 Jahre bis sie jemand im vollen Umfang stellte oder zumindest eine Antwort darauf versuchte. Der Mann heißt David Friedrich Strauß – weder mit dem Walzerkönig noch mit FJS verwandt oder verschwägert – und schrieb 1835 das Buch „Das Leben Jesu kritisch betrachtet“. Das Werk, das den Menschen Jesus in den Mittelpunkt rückte, löste selbst in protestantischen Kreisen – Strauß war Dozent im Tübinger Stift, eine philosophische, theologische Kaderschmiede deutscher Gelehrsamkeit – einen gewaltigen Skandal aus. Strauß sah in den Evangelien kein Geschichtsbuch sondern ein, auf dem Prinzip des Mythos aufbauendes Zeugnis urchristlichen Gemeindegeistes.

Damit war die Frage nach dem geschichtlichen Jesus zwar nicht beantwortet, aber das weite Feld der historischen kritischen Forschung über das Leben Jesu begründet. Allen voran die kritische Exegese. Heute lehrt jeder theologische Hochschulprofessor, daß zum Beispiel der Autor des Johannes Evangeliums (um 80n. Chr.) nicht der gleichnamige Apostel sein kann. Noch weniger der Schreiber der Apokalypse (90n.Chr), jenes Werk, das angesichts von Fukushima, Seebeben, Vulkanausbrüchen, Wirbelstürmen, einem hypothetischen Meteroiteneinschlag und muslimischen Machtübernahmen im Dauersendebetrieb von NTV gerne als göttliche Offenbarung diverser Weltuntergangs Szenarios herangezogen wird. Betrachtet man den Text genauer, so hat besagter, unter dem Namen Johannes publizierende Schreiber, ein Schüler des Evangelienverfassers, fast alle Elemente seiner Schrift, angefangen vom Engel, der ihn „entrückte“, über den Endzeitkampf, bis hin zur Edelstein geschmückten Himmelsstadt, Textstellen der alttestamentarischen Prophetenbüchern, allen voran Jesaja, entnommen. Auch das spätjüdische Hennochbuch – eine wunderbare Weisheitslektüre mit beinah buddhistischen Grundzügen – war dem Autor bekannt.

Mehr Auskunft über das frühe Christentum geben dagegen die Zeugnisse der sogenannten synoptischen Evangelien, Markus, Matthäus und Lukas, inklusive der geheimnisvollen Quelle „Q“, authentische Jesusworte, die mündlich tradiert allen drei Urevangelisten bekannt waren, und auch im gnostisch beeinflußten, ebenfalls sehr alten Thomasevangelium auftauchen. Paradoxer Weise haben nicht diese frühen Zeugnisse christlichen Glaubens, insbesondere die ersten Schriften über Wirken und Leben Jesu, die Kirche entscheidend geprägt, sondern jene Schriften in denen Jesus als Bräutigam, Lamm und Weltenrichter, an der Seite seiner Mutter oder seines Vaters zusammen mit einer Taube über allen Himmeln thront. In diesem Zusammenhang ist es bemerkenswert, daß bereits Paulus nur am Himmlischen Jesus nicht aber am historischen Jesus Interesse zeigte. Die Offenbarung des Johannes wurde zum „Bauplan“ der Kirchen, allen voran der großen Kathedralen, die Briefe des Paulus und die darin enthaltene größtenteils sexualfeindliche und autoritäre Lehre, die an manchen Stellen an Kadaver Gehorsam grenzt, („Ihr Sklaven habt euren Herren zu gehorchen!“) wurde zum ersten Kathechismus. Die Caritas dagegen, die eigentliche Lehre Jesu vom mitfühlenden Menschen, verschwand in der Nische einer organisierten Almosenpflege.
Für die von Jesu geforderte spontane Nächstenliebe im Alltag war bereits in der Spätantike kaum noch Platz, noch weniger für die Nachsicht gegenüber Andersdenkenden. „Wer nicht gegen mich ist, ist für mich“. Sie wurde nicht einmal von den eigenen Jüngern praktiziert. Schon zu Lebzeiten mußte der „Rabbi“ seine Schäfchen ständig zu Brüderlichkeit und Verständnis ermahnen. In der Spätantike war der christliche Pöbel so sittenlos und verroht, daß die letzten neuplatonischen Philosophen wie Heilige dagegen wirkten. Der erste christliche Kaiser Konstantin lies nach Cäsarenart seine halbe Familie einschließlich seiner Ehefrau umbringen. Der letzte antike und zugleich erste christliche Philosoph Boetius erwähnt in seinem Werk „Trost der Philosophie“ den Namen Jesus in keinem Satz. Konnte eine, von den Mächtigen der Welt mißbrauchte, und längst adaptierte Lehre dem Bedrängten überhaupt noch Trost bieten? Nur wenige Jahrhunderte vergingen und Karl der Große brach nach islamischen Vorbild zum Kampf gegen „Ungläubige“ auf, lies den unterworfenen Sachsen die Wahl zwischen Taufe und Tod. Er soll sich sogar mit Harum al Raschid gegen seine Rivalin die Kaiserin Irene von Byzanz verbündet haben.

Sind die Spuren des historischen Jesus bereits in den Urquellen nicht gerade üppig – die Quelle Q macht nicht einmal eine bedruckte DIN 4 Seite aus – so kann man die Spuren außerhalb christlicher Zeugnisse als katastrophal bezeichnen. Eine bei Flavius Josephus vorhandene „Jesus-Stelle“ hat sich schon lange als wohlgemeinte, aber ungeschickte mittelalterliche Fälschung herausgestellt. Man muß also davon ausgehen, daß die ersten Christen eine hermetisch abgeschlossene, spätjüdische Gruppe waren, die im Gegensatz zum orthodoxen Judentum mit Griechen, Aramäern und vereinzelt sogar Römern verkehrte und daneben noch gute Beziehungen zu den Essenern unterhielt. Also wie die antiken Mysterienbünde fungierte, von denen wir gleichfalls wenig wissen, da Adepten und Novizen, wie schon Herodot schreibt, zum Schweigen verpflichtet waren. Interessanter Weise finden wir im ältesten Evangelium des Markus immer wieder Hinweise, daß Jesus seine Jünger anwies über seine Mission als Messias Stillschweigen zu wahren. Ein Beweis, der die Theorie von Strauß, Jesus wäre nur ein Mythos gewesen, hinreichend entkräftet. Hinzu kommt, daß Jesus als „Friedensbotschafter“ weder für Favius Josephus noch für die übrigen römischen Historiker interessant war. Nur wer Streß machte, bekam einen Eintrag in die Analen. Damals wie heute. (Ein Grund, weshalb islamischer Terror bei westlichen Eliten sogar Sympathie erzeugt, während friedliche Kopten und Aramäer tot geschwiegen werden)
Das Fehlen einer Jesuserwähnung im Werk von Flavius Josephus könnte also durch aus für die geschichtliche Existenz von Jesus sprechen. Vor allem aber bestätigt es die Friedfertigkeit seines Wirkens. Hauptsächlich Rädelsführer, Verbrecher und Gewalttäter (vor allem politische) inclusive Sexprotze, allen voran Nero, Tiberius und Calicula füllen bei Tacitus wie auch bei Sueton die Geschichtsbücher. Eins zu Null für den historischen Jesus!

Unter diesen Aspekten hat Strauß also über den wirklich lebenden Jesus so gut wie nichts Neues herausgefunden. Die umgekehrte Frage – ich weiß sie ist hundsgemein – lautet:
Was wäre denn, wenn wir mehr über ihn wüßten? Vor allem intime Details aus seinem Privatleben. Wäre Jesus dann noch Kathedralen tauglich? Wie hätte sich das Christentum entwickelt, wenn er – laut Evangelien – eine Frau oder Kinder gehabt hätte? Und noch gemeiner: Hat sich die Kirche überhaupt so entwickelt wie der Mann aus Galiläa es wollte? Wollte er seine Religion überhaupt institutionalisieren? Wieviel von seiner „Kernlehre“, die man, wie bereits erwähnt, auf eine DIN A4 Seite zusammen fassen kann, wurde überhaupt verwirklicht? Hier beginnt die eigentliche Gretchenfrage. Viele, die wie Jesus leben wollten, haben ihren Versuch mit dem Leben bezahlt, mußten als Ketzer und Häretiker auf Streckbänken gequält noch größere Martern erleiden als ihr Vorbild. Selbst Vorzeigeheilige wie der große Franz von Assisi oder die edle Elisabeth von Marburg waren in ihrer Radikalität auch im frommen Mittelalter ein Stein des Anstoßes. Keine fünfzig Jahre später gerieten Menschen, die ähnliches versuchten, in die Mühlen der Inquisition, ganz zu schweigen von den bestialischen Kreuzzügen gegen die nach urchristlichem Vorbild lebenden Katharer und Bogomilen.
Die Suche nach dem historischen Jesus gestaltet sich also genau so schwierig wie die Suche nach dem perfekten Christentum. Friedrich Nietzsche, der an Jesus verzweifelte, ihn zerpflückte, sich von ihm ab wand und im Wahnsinn starb hat es in einem Satz auf den Punkt gebracht: „Im Grunde genommen gab es nur einen Christen, und der starb am Kreuz.“ Auch heute verfehlt dieser Satz nicht seine Wirkung. Zwei bigotte Betschwestern mit einer angelsächsischen Bibel unterm Arm, die mich von ihrer evangelikalen US-Sekte überzeugen wollten, flohen wie die Schatten, als ich ihnen das Nietzschezitat um die Ohren haute. In der Tat, der Mann aus Galiläa hat große Latschen hinterlassen, in die kaum jemand rein paßt. Am allerwenigsten calvinistische Sozialdarwinisten, die in dem Glauben leben, Gott habe sie mit der besonderen „Gnade“ versehen, sie könnten andere Menschen nach Herzenslust ausplündern. Ebenso wenig wie jene, die mit lammfrommen Gesichtern vor den Altären herum rutschen und kaum, das sie die Kirche verlassen haben, sich als Knüppel harte Krämerseelen entpuppen, die nicht einmal davor zurückschrecken Gleichgesinnte auf infame Weise ab zu zocken. Zum Beispiel, wenn ein „bekennender Christ“ aus den Reihen der „Freien Wähler“ – ich verschweige aus christlicher Nachsicht seinen Namen – sich am Rande der Großdemo Fünfzig Euro von mir ausleiht, und sich dann partout weigert diese zurückzuzahlen, obwohl er mir hoch und heilig die Rückgabe des Geldes versprochen hatte. „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Diesen Satz halte ich für ein hundert Prozent echtes Jesuswort. Auf den Rest, das heißt, auf die falschen Frömmler, die ihren christlichen Glauben bloß auf den Lippen tragen, kann ich gerne verzichten. Wenn ich Gott nahe sein will, dann gehe ich in den Wald, wo ich so ganz neben bei bemerkt auch als kleines Aschenhäuflein beerdigt werden möchte. (Auch wenn mich orthodoxe Christen dafür schon jetzt in der Hölle brennen sehen)

SCHLUSSBEMERKUNG

Das Christentum – ich meine ein gelebtes, keine neue Form von zwanghaftem Pharisäertum – bleibt daher größten teils Fiktion, Utopie, ständige Herausforderung, Gewissensentscheidung, Bauplan. Funktioniert in kleinen Bereichen, vielleicht im Freundeskreis, vielleicht in der Familie, vielleicht in einem Kloster. Überall dort, wo Menschen bereit sind, fair, brüderlich und anständig mit einander um zu gehen. Fakt ist, daß es in den meisten Kirchengemeinden überhaupt nicht mehr funktioniert und die unheilige Allianz mit dem totalitären Islam den Totentanz gen Abgrund noch beschleunigt. Ganz zu schweigen von den Machtkämpfen, Intrigen, die sich in und außerhalb der heiligen Hallen abspielen. Die Frage, wieviel von dem, was Jesu wollte verwirklicht wurde, ist in der Tat niederschmetternd. In dieser Hinsicht ist das Christentum gescheitert. Im Großen wie im Kleinen. Anders der Islam. Um ihn zu verwirklichen braucht man nur eine Handvoll notgeiler grausamer Krieger, die mit dem Schlachtruf „Allah ist groß“ plündernd, mordend, vergewaltigend über andere Menschen „Ungläubige“ herfallen, ihnen die Frauen rauben, sie versklaven und das Land als Kriegsbeute unter sich aufteilen. So wie das unter dem Beifall dekadenter westlicher Eliten im Nahen Osten, Afrika und sogar vor unser Haustür passiert. Nun können einige Advokati diaboli sagen: Das haben doch die Christen mit anderen Völkern genauso gemacht. Man denke an die Indios, die Ureinwohner Australiens … Richtig! Aber die Kolonialisten haben dabei weder die Lehre Jesu verwirklicht, noch konnten sie sich bei ihren Schandtaten auf die Worte Jesu – ich sage bewußt nicht „Bibel“ – berufen.
Anders der Islam. Wem die Natur nicht genügend Killerinstinkte in die Wiege gelegt hatte, findet im Koran mehr als 200 Anleitungen, auf welche abscheuliche Weise er seinen Gegner – und so gar die eigene Frau – mißhandeln, verstümmeln und ermorden muß. Der Koran enthält keine „Kann-Bestimmungen“ Jesus Christus und seine Lehre bleibt dagegen ein unerschöpflicher Ozean spiritueller, transzendenter Weisheit. Ebenso weit, wie tief und rätselhaft. Als Kind hat mich die Szene des über den Wassern wandernden Jesus am meisten beeindruckt. Es ist so nebenbei bemerkt die einzige Stelle, die alle vier Evangelisten gleichzeitig in ihr Buch aufgenommen haben. Auch Simon Petrus will übers Wasser wandeln, aber er versinkt, nachdem ihn zuerst der Mut und vor allem das „Vertrauen“ verlassen hat. Er ist noch zu sehr in der irdischen Welt verankert, die Erden Schwere zieht ihn hinab. „Wasser“ ist die Metapher für „Unbewußtes“. Angst und Furcht entstehen im Kopf. Nicht umsonst spricht man von „Kopflastigkeit“. Diese Kopflastigkeit, das „sich Sorgen machen“, trennt Petrus auch von Jesus. Die Frage, ob Jesus eine kopflastige Religion wollte, ist damit eigentlich beantwortet. Der Satz von Jesus, das Evangelium wie ein Kind aufzunehmen, untermauert meine These, daß der Mann aus Galiläa mit komplizierten Dogmen nicht viel am Hut hatte. Einer, der diese verborgene Lehre des sich spirituellen Öffnens für Christus erkannte, war Meister Eckhard.

Er lehrte, daß jeder Mensch auf der Suche nach seiner göttlichen Seele ist, die er zugleich mit Jesus Christus teilt. Um zu seiner Seele zu gelangen muß man das Wasser, den inneren Ozean, überqueren. So wie Petrus, der aus dem Boot ausstieg und Jesus entgegenging. Ein Ähnliches Bild findet sich auch im chinesischen Weisheitsbuch des I-Ging. Es ist darum kein Wunder, daß sich kein geringerer als der japanische Zen-Meister Teitaro Suzuki ausgiebig mit Eckhard beschäftigte, ebenso wie C.G. Jung und Fromm. Meister Eckhard selbst erlitt das gleiche Schicksal wie alle, die Jesus Christus gefährlich nahe kamen. Er wurde wie sein Vorbild von Häschern – in diesem Fall päpstlichen – vor das Inquisitionsgericht nach Avignon gezerrt und starb noch während des Prozesses. Ich wünsche allen Lesern von Quotenqueen, auch jenen, die nach Lesen dieses Artikels wie gewohnt ihren giftigen, arroganten Jauchekübel der Intoleranz über mich ausschütten oder als „Undercoveragenten“ ihren geistlosen, zynischen Müll hier abladen, ein gesegnetes Osterfest.

Gastbeiträge geben die Meinung des Autors wieder, die nicht der der Redaktion entsprechen muss

  1. #1 von Haggi am 24/04/2011 - 11:30

    Da ich aus Überzeugung keinen Avatar habe, kann ich aus tiefster Seele „DANKE“ für diesen Beitrag sagen.
    Auch ich wünsche Ihnen Besinnliches.

  2. #2 von Obelix am 24/04/2011 - 11:37

    Hallo Klaus, danke für diesen Beitrag. Sehr informativ und zum Teil völlig neue Erkenntnisse für mich.
    Eine Sauerei finde ich das die Trümmertruppe um den Moslem WIM diesen Beitrag als empfehlenswert bewerten und damit auf Ihren Rentnerfreizeitblog hinweisen.
    Kein bisschen Schamgefühl diese Bessermenschen.

    Frohe Ostern allen.

  3. #3 von quotenqueen am 24/04/2011 - 12:21

    „diesen Beitrag als empfehlenswert bewerten und damit auf Ihren Rentnerfreizeitblog hinweisen“

    Nicht mehr 😉 Aber Sie haben natürlich recht genauso wurde es ja im Freitagsgebet auch „vorhergesagt“. Solche Leute, die keine andere Beschäftigung haben, denken sich von morgens bis abends Wege aus, dass gehasste Objekt zu verfolgen und zu provozieren und suchen und finden immer wieder Möglichkeiten – und seien sie noch so abwegig wie diese Empfehlungsfunktion, von deren Existenz niemand bisher etwas geahnt hatte. Genau auf dieses Niveau beabsichtigt das Autorenteam nicht, sich einzulassen. Das ist der Grund, in Zukunft auf einen festen eigenen Blog zu verzichten. Wir schreiben Artikel und machen Fotos und Filme. Altenpflege ist nicht unser Fach.

  4. #4 von mike hammer am 24/04/2011 - 12:51

    #3 von quotenqueen
    die haben sich ja schon verzogen gehabt, war ihnen schon zu unruhig und zu krittisch ,die troll-besuche aler scharpi gestern kann man leicht ignorieren. ihr habt euch dann auch noch die osterzeit ausgesucht, viele der leser sind im urlaub ………
    euer blog hätte was werden können, schade.
    schaut euch an was bei pi steht, da kommt hier in den lezten zuckungen mehr zusammen.
    denkt mal nach 80000 besucher bis jezt erreicht, was könnte man mit noch 6 monaten
    mehr erreichen, das gezoffe ist überall gleich und ich bin
    da ja auch kein weisenknabe
    finde den beitrag von #klaus lelek interessant und der spruch von nitsche, den
    hatte ich ganz vergessen, macht es schon wert das gelesen zu haben.
    😉

  5. #5 von gw am 24/04/2011 - 13:17

    Mike, mit einer Mailadresse und ein paar Mausklicks kannst Du kostenlos einen Blog aufmachen. Content braucht man nicht mehr selber herzustellen, dafür gibts ja in Zukunft das „Autorenteam Quotenqueen“, das Beiträge, Bilder, und wenn die Zeit endlich reicht auch Videos für Blogs anbietet. Mach einen offenen Kommentarbereich, die Rentner mit der Nordic-Stalking-Ausrüstung kommen von ganz alleine und dann sieh zu, wie du den Laden 24/7 sauber hältst. Aber wir möchten uns auf das konzentrieren, was wir können und was Spaß macht.

  6. #6 von Klaus Lelek am 24/04/2011 - 13:23

    Danke Liebes QQ Team, Danke an die Leser…

    Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlich für das ausgiebige „Dankeschön“ bedanken, daß ihr mir beim letzten Freitagsgebet ausgesprochen habt. Auch ich möchte mich bei euch für die große „Chance“ bedanken, die ihr mir gegeben habt. Eine Chance die mir, PI nie geben wollte, gegeben hat und auch nicht geben wird, weil mir halt bis heute der „grüne und linke Stallgeruch“ anhaftet und ich außerdem zu keiner Zeit ein Freund amerikanischer Außenpolitik und darüber hinaus noch ein bekennender Atomkraftgegner bin..
    Eigentlich wollte ich mich gestern schon in dieser Weise öffentlich äußern. Da ich mich aber so spät erst in den Kommentarbereich eingeklingt habe, wäre mein explizites Dankeschön an euch, das mir sehr wichtig ist, nur untergegangen.
    Auch bei meinen treuen Lesern möchte ich mich an dieser Stelle nochmals bedanken. Wie ihr wißt bin ich nicht ganz aus der welt, sondern hin und wieder beim Partnerblog „Kopten ohne Grenzen“ zu finden. Hier findet ihr auch meinen letzten Beitrag
    „Offener Brief an den Zentralratsvoristzenden der Armenier“ Nach dem Motto: Solidarität ist keine Einbahnstraße. Wie ihr wißt beginnt ja in knapp drei Stunden eine Demo in Frankfurt mit anschließender Gedenkfeier in der Paulskirche, an der ich bislang immer teilgenommen habe. Als einer der wenigen Deutschen, die ihre Solidarität zeigten. Warum ich dies zukünftig nicht mehr tun werden, erfahrt Ihr in diesem Brief.

    Alles Gute und noch ein schönes Osterfest wünscht euch

    Klaus

  7. #7 von Aquila am 24/04/2011 - 20:30

    Wer war Jesus von Nazareth?

    Schon die Frage nimmt die Antwort vorweg. Wer WAR….? An Ostern!
    So kann nur jemand fragen, der keine persönliche Beziehung zum Auferstandenen Jesus hat.
    Ich will niemand damit zu nahe treten. Jeder muss sich selbst entscheiden. Und mir hat der Artikel geholfen, die Sicht von jemandem nachvollziehen zu können, dem eben genau das fehlt.

    Jesus findet man nicht in glaubensloser Analyse biblischer und außerbiblischer Texte.
    Gleichwohl es sehr viel helfen würde, die biblischen Texte selbst zu lesen, statt nur Analysen über sie.
    Jesus findet man sicherlich nicht in Institutionen, die vorgeben, seine Vertreter zu sein. Ja – Jesus war sicher nicht für die Institutionalisierung des Evangeliums. Das war die Stelle des Beitrags, der mir am Besten gefallen hat. Dem stimme ich zu.
    Jesus findet man dann schon eher bei den Menschen, die eine persönliche Beziehung zum Auferstandenen haben. Obwohl man eine Weile suchen muss, sie zu finden und sie nicht unbedingt in den Institutionen findet, die als Ruinen anderer Zeiten noch heute ihr untotes Leben zu erhalten versuchen. Auch hier hatte der Autor schon richtig analysiert, dass diese Institutionen nicht selten zum Verfolger derer wurden, die eine lebendige Beziehung zum Auferstandenen Jesus haben und hatten.

    In diesem Sinn – danke für den Beitrag. In einigem kann ich Zustimmen.

    Aber die Frage heißt richtig aus meiner Sicht:

    „Wer IST Jesus von Nazareth?“

    Frohe Ostern!

  8. #8 von Zahal am 24/04/2011 - 20:39

    Guter Beitrag und kommt in vielen Dingen der Wahrheit sehr nahe. Den historischen Jesus, das ist meine Überzeugung heute nach jahrelanger Suche nach Quellen, ist aber nach wie vor aus jüdischer Sicht besser erklärbar. Vor allen Dingen, wenn den geschichtlichen Kontext besser verstehen lernt.

    Das Thomasevangelium aus den Funden von Nag Hammadi sagt Vieles über diesen ganz besonderen Mann aus, seine kompromisslose Wahrheit, die ihm von Übersetzern und Bearbeitern der biblischen Texte gestohlen worden sind, hätte er bis heute nicht verloren.

    Wir wissen ja auch aus den Schriften der Kirchenväter, daß Ihnen das Thomasevangelium bekannt war und wir wissen auch, daß seine Lehre eher grosisch, also nach Wissen in sich selbst suchend war, leider ist diese „Strömung“ in den ersten beiden Jahrhunderten von den „offiziellen Kirchen“ unterdrückt und vernichtet worden, die Gnostiker brauchten nämlich keine Kirchen, sie brauchten Weisheit und Wissen – genau wie Jesus es gelebt hat und lehrte und somit war der Konflikt ja schon vorprogrammiert.

    Nietzsche hat mit seinem Ausspruch also vollkommen Recht. Schade….

  9. #9 von Nächstenliebe am 24/04/2011 - 21:38

    Nietzsche ist tot.
    Seit 111 Jahren.
    Er kann somit Ostern 2011 nicht Recht haben.
    Auch stimmt seine Aussage nicht.
    Gott lebt.
    Im Gegensatz zu Nietzsche. 😉

  10. #10 von Aquila am 24/04/2011 - 21:39

    Ich will mal ein Beispiel machen, was ich meine.

    Die Offenbarung nutzt Bilder aus der ganzen Bibel, und auch aus dem Buch Jesaja.

    Gut – richtig beobachtet. Und? Was folgt daraus?

    Folgt daraus, die Offenbarung sei nicht von Johannes? Wie das? Nein – das sicher nicht.
    Folgt daraus, die Offenbarung sei nicht von Gott inspiriert? Ebenfalls nein. Man sollte meinen dass es nicht verwunderlich ist, wenn Gott Jesaja und die ganze Bibel inspiriert hat, dass gewisse Bilder wieder auftauchen.
    Folgt daraus, dass Johannes nur abgeschrieben hat? Nein – denn er stellt die Bilder in einen neuen Zusammenhang und ergänzt sie mit weiteren Prophezeiungen.
    Folgt daraus, dass Johannes das Buch Jesaja gekannt haben muss? Das ja. Aber ist das verwunderlich? Das sollte man erwarten.

    Wir sehen also, dass die reinen Fakten ganz und gar keine Schlussfolgerungen zulassen, die beim Unglauben enden müssen. Auch wenn es immer gerne so dargestellt wird.

  11. #11 von Zahal am 24/04/2011 - 22:08

    #9 von Nächstenliebe am 24/04/2011 – 21:38

    Ich meinte damit den im Beitrag erwähnten Spruch, einfach noch mal lesen.

    Der einzige Christ war Jesus…….:-)

    Sonst habe ich mit Nietzsches nicht viel am Hut….

  12. #12 von Nächstenliebe am 24/04/2011 - 22:23

    #11 Zahal

    O.k., „der“ Ausspruch von Nietzsche führte bei mir zur falschen Assoziation. 🙂
    Mit Nietzsche habe ich auch nicht viel am Hut.

    Er war wohl -glaube ich- kein Menschenfreund und hat sich daher sprichwörtlich mit Gott und der Welt überworfen.

  13. #13 von indianerjones am 25/04/2011 - 00:54

    Nietzsche hatte einen auffälligen Schnurbart, der zu seiner Zeit aber sehr oft anzutreffen war. 😀

    In den Gesichtern der jeweiligen Zeitgenossen. 😀

    Gruß

  14. #14 von Arik1957 am 25/04/2011 - 11:43

    Wer war Jesus von Nazareth?
    Schon die Frage ist inkorrekt. Es hätte vielmehr heißen können:
    Wer war Jeshuah benJoseph AUS Nazareth?
    Denn erstens hatte ein Jude damals keinen lateinischen Vornamen und zweitens gab es zu seiner Zeit die Stadt Nazareth noch gar nicht, nur die so bezeichnete Provinz.
    Auch seine Mutter hieß nicht Maria, sondern Miriam (die Freuenhaarflechterin).
    Der Talmut bezeichnete „Jesus“ auch als Biliam (der Lahme). und beschrieb Tätovierungen auf dessen Lippen. ( „hat er denn nicht Zauberei mitgebracht aus Ägypten, durch Zeichnungen auf seinem Fleisch“).
    Fakt ist, er war ein Revolutionär, aber G-ttes Sohn…………Das muß ich verneinen!
    Mehr noch! Es darf bezweifelt werden, dass dieser Jesus, Jude im Sinne der Halacha war. Er wurde zwar in jüdischen Kontext erzogen und lebte auch so, aber die Herkunft seiner Eltern läßt keinen anderen Schluß zu.
    Seine Mutter Miriam (von Königen und Fürsten stammte sie ab) war ein sogenanntes Friedenspfand, Hautfarbe – tiefschwarz ( die Templer beteten eine schwarze Maria an). Der Vater, Pandera, ein römischer Offizier.
    Zur Zeit Jesus war die Schangerschaft einer unverheirateten Frau eine Sünde, die mit dem Tot bestraft wurde. Allerdings gab es die Möglichkeit des G-ttesurteils. Die Männer wurden gefragt, wer denn nun für die Schwangerschaft verantwortlich ist und Verantwortung ünernehmen wollte. Joseph der Tischler bekannte sich zu Frau und werdendem Kind, zumal, eine schwarze Frau damals als Schönheitsideal galt.
    Jesus wird im Judentum als völlig , „mit beiden Händen“, verstoßen geführt. ( Keinem, der sich verfehlt und die Menge zur Verfehlung verleitet, soll es gelingen, Umkehr zu tun) („Er trieb Zauberei, verlockte und verführte Israel und leitete sie zur Verfehlung“)
    Der Talmut berichtet aber auch von einer kabbalistischen Totenbeschwörung der Seele Jesus.
    Dort wurde die Seele von Jesus befragt: „Wer ist der Geachtetste in jener Welt?“ Die Seele antwortete: ISRAEL ! Die zweite Frage: „Was würde es bedeuten, ihnen anzuhangen?“ Die Seele antwortete: „Suche ihr Bestes und suche nicht ihr Böses.Jeder, der sie antastet, ist, als ob er SEINEN AUGAPFEL antastet“
    Durch diese Aussage hat dieser Jesus seine Seele gerettet und wird nun als Sohn Israels befunden.

  15. #15 von Arik1957 am 25/04/2011 - 14:14

    #11 von Zahal am 24/04/2011 – 22:08
    Der einzige Christ war Jesus…….:-)

    Christ leitet sich von Christus ( der Gesalbte ) ab und somit gab es derer viele.
    Christus – Der Messias ist eine falsche Übersetzung (nur lateinisiert,d.h. nicht übersetzt), denn die Konguranz hat den Urspürung im Aramäischen. Messias – Meschiah

  16. #16 von Aquila am 25/04/2011 - 15:36

    #14
    Jeshua – ok – was übrigens bedeutet: Gott rettet. Nomen est omen.
    Von oder aus Nazareth – daran halte ich mich nicht auf.
    Maria oder Miriam – gut – ok.
    Talmud: kann ich nicht als inspiriertes Wort Gottes anerkennen. Erkennen es die Juden im gleichen Maß an wie den Tanach? Ich gehe davon aus: Nein.
    Jesus kritisierte im Übrigen die menschengemachten Gebote und Überlieferungen des Judentums, die den Menschen schwere Lasten aufbürden und die Mücken sieben aber Kamele verschlucken – den Zehnten auf Minze und Kümmel erheben, aber die Gerechtigkeit und die Liebe über Bord werfen.
    So gehe ich einmal davon aus, dass Jesus auf die Überlieferungen, die im Talmud landeten, nicht besonders gut zu sprechen war.
    Dass Jesus Zauberei betrieb haben die Juden ihm schon zu seinen Lebzeiten vorgeworfen – er triebe den Teufel mit dem Belzebub aus. Darauf hat schon Jesus geantwortet, dass wenn ein Haus mit sich selbst uneins sei, es nicht bestehen könnte. Im Übrigen nennt er dies die Sünde wider den heiligen Geist, die einzige Sünde, die nicht vergeben werden kann. Ich zitiere nur Jesus selbst, aus dem Neuen Testament – nicht mehr und nicht weniger.
    Ich kann dazu nur sagen: Israel ist Gottes auserwähltes Volk. Aber sie werden ihre messianische Erlösung erst erfahren, wenn sie sagen zu Jesus: „Gelobt ist der da kommt im Namen des Herrn!“ So wurde es prophezeit und so wird es sich auch erfüllen.
    Shalom!

  17. #17 von Arik1957 am 25/04/2011 - 16:48

    Maschiach
    #16 von Aquila am 25/04/2011 – 15:36
    Der Talmut stellt nach der Thora, die höchste Autorität im Judentum dar. Er beinhaltet Mischna, Gamara und daraus ableitend das Jüdische Recht, die Halacha.
    Er ist, wie Du richtig erkennst, Menschenwerk. Aber auf der Grundlage der Thora! Zur Zeit Jesus gab es ihn allerdings noch nicht.
    Das Jusus von Steuern und Abgaben nichts hielt, ist bekannt. Daraus folgt sicher auch sein Angriff auf die Geldwechsler im Tempel. Vergessen wurde aber in der neutestamentalischen Erzählung, dass diese Geldwechsler nichts anderes taten, als römische Drachmen , und Denar in heiliges Tempelgeld (Shekel) wechselten. Betrug war hierbei nicht möglich. Die Römer eichten die Waagen und überwachten den Handel mit dem Denar (3,88 g Gold – nach dem Kodex des attischen Bundes) für ihre Steuer.
    Die messianische Erlösung erfüllt sich nicht durch Jesus, sondern durch Menachem Mendel Scheerson. Für ihn gibt es eine Beracha, die seine G-ttlichkeit beschreibt. .Adonenu, Rabbenu veBorenu, Melekh haMoshiach – Es lebe unser Herr, Lehrer und Schöpfer, der König Messias in alle Ewigkeit

  18. #18 von Zahal am 25/04/2011 - 17:25

    ohhhh, Arik,

    solche Themen sind IMMER gefährlich, die treiben auseinander, bringen nix, es geht um Annäherung, nicht um Spaltung.

  19. #19 von mike hammer am 25/04/2011 - 21:55

    #17 von Arik1957
    damit bist du ein ebensolcher wie die welche jesus folgtn zu am israel
    gehörst du nicht. wird dir bei chabad keiner sagen schnerson ist längst
    im grab verfault und der löwe reisst das lamm immer noch!

  20. #20 von Arik1957 am 26/04/2011 - 09:17

    #19 von mike hammer am 25/04/2011 – 21:55
    Selbst, wenn Schneerson nicht der Moshiach ist, denn es sind nur wenige bei Chabbat, die ihm G-ttliches nachsagen, war er ein Prophet, ein Mann mit großem Wissen und Ausstrahlung. Bis heute wirkt seine Lehre und bildet Juden, läßt sie neu erfahren, was es überhaupt bedeutet, Jude zu sein. Sein Werk bindet Juden aneinander, aber vor Allem an Land, G-tt und Tradition. Die Trennung SEINES Volkes von den Völkern, ebenso die weiteren Prinzipien der Trennung werden neu interpretiert und lassen uns dass große Glück, Jude zu sein intensiv erleben.

    Ich habe bei Chabbat nie erlebt, dass Schneerson, den Gemeindemitgliedern als der Messias angepriesen wurde. Bei Chabbat steht Lernen im Vordergrund. Gemeinsamkeit und Zusammenhalt ist wichtig. Nächsenliebe zu praktizieren ist Pflicht.Eine strenge Auslegung der Halacha und die Einhaltung der Gesetze haben einen hohen Stellenwert. Allerdings bezieht sich all dies nur auf Juden. In unserer Gemeinde gibt es aber auch Außenstehende (Shabbat Goiy), die sich auf ihre Giur vorbereiten und sogenannte Noahiden.
    Auf jeden Fall habe ich bei Chabbat gelernt, dass es das Wichtigste ist, innerjüdische Nächstenliebe zu leben.

  21. #21 von Abu Sheitan am 26/04/2011 - 09:19

    Ein überraschend kritischer Artikel, der sogar die dürftige Quellenlage über Jesus und die Urchristen thematisiert.Dass Jesus von Flavius Josephus überhaupt nicht erwähnt wurde, für einen Beweis seiner Existenz zu nehmen, zeugt allerdings von einer fast schon sophistisch zu nennenden theologischen Meisterschaft, die eines Ratzingers würdig wäre. 🙂
    Dunkel und etwas anrüchig ist aber die Bedeutung des Satzes:
    „Nur wer Streß machte, bekam einen Eintrag in die Analen. “
    Sollte damit etwa gemeint sein, was heute des öfteren von kulturbereichernden Mohammedanern angedroht wird? 😦

    Durch die Erwähnung Karls des Großen und Harun al Rashids, für deren reale Existenz es ebenfalls keine Beweise gibt, wird die Existenz eines historischen Jesus ebenfalls eher in das Reich der Mythen gerückt. Die Jesus zugeschriebenen Weisheiten und Aussprüche sind größtenteils aus anderen, früheren Schriften der Gnostiker und Essener bekannt.
    Dass Geschichte von Völkern oder Religionen gerne rückwirkend umgeschrieben oder erfunden wird, um territoriale oder kulturelle Ansprüche anzumelden, ist besonders in letzter Zeit offenkundig geworden. Viele Urkunden des Mittelalters und Schriften des Altertums wurden als spätere Fälschungen entlarvt, wie auch vor wenigen Jahren der angebliche Knochensarg des Bruders von Jesus.

  22. #22 von Arik1957 am 26/04/2011 - 09:46

    #16 von Aquila am 25/04/2011 – 15:36
    Du zitierst etwas aus dem „Neuen Testament“, obwohl es nach meinem Wissen nicht da steht.

    Im Übrigen nennt er dies die Sünde wider den heiligen Geist, die einzige Sünde, die nicht vergeben werden kann. Ich zitiere nur Jesus selbst, aus dem Neuen Testament – nicht mehr und nicht weniger.

    Die allgemeingültige Lehre zur Zeit Jesus bezog sich auf haSchem echad. (einzig, ER allein)
    Jesus hat sich nie zum heiligen Geist geäußert. Auch die Trinität verneinte Jesus. Sie ist Menschenwerk und unbiblisch. Einzig die Lehre der Kabbalah, deutet an , dass es eine universelle Kraft gibt, die in ihrem Wesen G-tt gleich ist. ( Bevor er Himmel und Erde schuf, befragte er seine heilige Thora). Die Thora wird hier als immerwährendes Gesetz, gleich einem Naturgesetz, angesehen. Es geht davon aus, dass Atzmuto, dass gebende Licht, Gefäße ( Kli ) füllt, wobei das Wesen G-ttes entstand. Kabbalistische Erklärungen und Deutungen, gehen aber hier zu weit und dürften von den Meißten nicht verstanden werden, da selbst nur sehr wenige der die Kabbalah Studierenden, einen Aufstieg schaffen.

  23. #23 von Arik1957 am 26/04/2011 - 09:54

    #16 von Aquila am 25/04/2011 – 15:36
    Im Übrigen, kannst Du Jesus gar nicht zitieren, da er selbst nichts Schriftliches hinterlassen hat.

  24. #24 von Arik1957 am 26/04/2011 - 10:06

    #21 von Abu Sheitan am 26/04/2011 – 09:19
    Stellt man Gnostiker und Essener in eine Reihe mit dem Evangelium des Judas, könnte man eine reale Existenz dieses Jesus annehmen. Allerdings gab es da viele, die behaupteten der Messias zu sein. Regelrechte Wettstreite gab es und es wurden auch nicht wenige wegen Irrlehre getötet.. Anzunehmen ist, dass die Jesuslehre eine Ezzenz der messianischen Wahrnehmung war und damit auf die römische Besatzung reagierte.

  25. #25 von Abu Sheitan am 26/04/2011 - 10:43

    Anstatt sich jahrhundertelang über den historischen Jesus den Kopf zu zerbrechen, sollte man einfach Galuben und Wissenschaft trennen. Peter Scholl-Latour beantwortet die Frage nach seinem katholischen Glauben mit „credo quia absurdum!“. Ich glaube ,nicht obwohl sondern weil es absurd ist. Ist doch mal ne gesunde Einstellung. 🙂

  26. #26 von Dummy am 26/04/2011 - 15:33

    #25 von Abu Sheitan am 26/04/2011 – 10:43

    sollte man einfach Galuben und Wissenschaft trennen

    Das wäre der harmonischen Koexistenz der beiden sicher sehr zuträglich. Es gibt ja auch keine Konflikte der Wissenschaft mit anderen von ihr getrennten Bereichen schöpferischer Betätigung wie etwa Dichtung, Malerei oder Musik. Leider haben die Religionen im Gegensatz zu diesen Genannten aber ein Detail, das diese Trennung verhindert: sie erheben nämlich einen Wahrheitsanspruch und überschreiten somit die Grenze von der Phantasie zur Wirklichkeit, für die die Wissenschaft zuständig ist.

  27. #27 von Arik1957 am 26/04/2011 - 18:26

    Religionsablehner sind doch eigendlich bei den “ Humanisten“ besser aufgehoben. Das ist dann auch einer, der sich zwar Islamkritiker nennt, aber in Wahrheit bereits eingeknickt, und das im wahrsten Sinne des Wortes, ist und den tunesischen Islam ( was auch immer das sein soll) für den einzig anständigen hält.

  28. #28 von Dummy am 26/04/2011 - 18:45

    #27 von Arik1957 am 26/04/2011 – 18:26

    Religionsablehner

    Falls du mich gemeint hast: Ich lehne Religionen ebensowenig ab wie Dichtung, Kunst oder Musik. Wie diese sind Religionen schöpferische Leistungen des menschlichen Geistes. Nur vom Wahrheitsanspruch sollten sie sich verabschieden, denn der ist ein unzeitgemä0tes Relikt aus einer vorwissenschaftlichen Vergangenheit.

  29. #29 von gw am 26/04/2011 - 19:57

    #27 von Arik1957 am 26/04/2011 – 18:26
    Religionsablehner sind doch eigendlich bei den “ Humanisten“ besser aufgehoben.

    Also bitte, es gibt schließlich auch Atheisten diesseits der 70, die sich nicht unbedingt in einer Skatrunde älterer Herren wohlfühlen, wo man sich reihum mit den Resten des Schullateins oder denen einer offenbar enormen sexuellen Potenz gegenseitig zu beeindrucken trachtet. Die sind hier natürlich nach wie vor ebenso willkommen, wie alle Gläubigen.

  30. #30 von mike hammer am 26/04/2011 - 19:57

    # Arik
    Die messianische Erlösung erfüllt sich nicht durch Jesus, sondern durch Menachem Mendel Scheerson. Für ihn gibt es eine Beracha, die seine G-ttlichkeit beschreibt. .Adonenu, Rabbenu veBorenu, Melekh haMoshiach – Es lebe unser Herr, Lehrer und Schöpfer, der König Messias in alle Ewigkeit
    ___________________________________

    ich empfehle dir schnell die lehrer zu wechseln. das ist „chilul ha schem“ für einen religiösen
    den du vorgibst zu sein.
    -erst mal nennt kein jude den kadaver eines aschkenasischen jeschivebochers der
    gegen israel mit seinen stüzpunkten arbeitete und alles tut um die juden von einer alia
    abzuhalten ADONENU ! ( UNSER GEBIETER )
    -zweitens zu RABENU, es gab nur einen RABENU in der geschichte der juden das war
    MOSCHE RABENU alles andere ist anmaßung auch wenn ich bei meimonides oder
    raschi dazu schweigen würde ist schnerson nie mehr als ne O gewesen und seine
    „lehren“ sind umformulierte phrasen anderer rabbis.
    -BORENU? (UNSER SCHÖPFER?) dieser JUDAISIERTE WEINACHTSMANN/ VORGARTENZWERG verschnitt soll mein SCÖPFER sein? sind dir alle sicherungen
    durchgebrannt ?!!! du sezt ihn mit GOTT gleich und nennst dich jude, tja du hast damit
    das boot verlassen, bist jezt ein goj.
    -MELECK? wenn du MELECH meinst,(KÖNIG) juden haben eine parlamentarische
    demokratie sollte sich einer zu meinem könig erheben wollen ramme ich ihm nen
    hammer in den hals das seine stimme an den zähnen zerborstenen knochen ,blut
    und meinem hammer erstirbt. es lebe die freiheit!
    -HA MOSCHIACH ? es gibt kriterien zu moschiachs ankunft, diese sind nicht erfüllt,
    vor allem weil schnerson längst verrottet ist. also für einen der kein hebräisch kann,
    von anleitungen abhängig ist und sowas von ahnungslos ist das einem sekularen
    juden wie mir die schaamesröte ins gesicht steigt angesicht des quatsches der da
    steht, würde ich nicht so eine rippe riskieren. such dir nen „echten rabbi, chabad
    ist eine neue religion und wird sich bald von den juden trennen.

  31. #31 von yael1 am 27/04/2011 - 15:16

    „solche Themen sind IMMER gefährlich“

    @Zahal

    nicht nur das Thema, sondern auch die Reaktion eines Users. Da sieht man was dabei heraus kommt: die bösen Juden. Würg!
    Der TakmuD gehört hier wirklich nicht her. Nur eine kurze Anmerkung: Er ist nicht nur aus Menschenhand, sondern vor allem die mündliche Lehre vom Sinai.

  32. #32 von Arik1957 am 27/04/2011 - 20:38

    #31 von yael1 am 27/04/2011 – 15:16
    Reaktion eines Users

    Dieser User ist selbst Jude. Ihr habt ja alle Recht und ich werde mich von nun an weitgehenst zurückhalten. Da QQ sowieso aufhören wollte, verabschiede ich mich schon mal. Soll aber nicht heißen, dass ich hier und da mal von der Möglichkeit des Kommentieren Gebrauch mache, solange das Angebot noch besteht.

    Hab lange nichts mehr von Dir gehört , seit Du Dich von haGalil verabschiedet hast – Vliele Liebe Grüße!

  33. #33 von quotenschreiber am 27/04/2011 - 21:07

    „Da QQ sowieso aufhören wollte, verabschiede ich mich schon mal. “

    Allmählich wird´s langweilig, jeden Leser persönlich zu informieren. Es gibt einen Beitrag jüngeren datums, wo genau erklärt wird, wie es bei PI weitergeht. Es besteht von unserer Seite kein Anlass, sich zu verabschieden.

  34. #34 von Tavor Galil am 27/04/2011 - 21:10

    #32 von Arik1957

    Dann schau mal bei Uli vorbei 😉

  35. #35 von mike hammer am 28/04/2011 - 00:29

    #31 von yael1
    kannst du das so stehen lassen?
    „Adonenu, Rabbenu veBorenu, Melekh haMoshiachMenachem Mendel Scheerson“
    mir als juden kommt bei sowas die galle
    hoch!
    😉

  36. #36 von Postumus am 28/04/2011 - 10:46

    #22 von Arik1957 am 26/04/2011 – 09:46

    Bevor Du Dich verabschiedest, hätte ich eine Frage/Bitte:
    Du schriebst: „….Kabbalah, deutet an , dass es eine universelle Kraft gibt, die in ihrem Wesen G-tt gleich ist. ( Bevor er Himmel und Erde schuf, befragte er seine heilige Thora)“

    Gibt es dazu eine zitierbare Quelle? Sie wäre für mich für die Islamkritik (Lehre vom Nebeneinanderbestehen von Allâh und dem Urkoran) interessant.

  37. #37 von Arik1957 am 28/04/2011 - 11:31

    #36 von Postumus am 28/04/2011 – 10:46
    Das Buch Sifra di-Tzeniutha. Zweiter Teil der Zohar – Kabbalistische Schrift.

  38. #38 von Yael am 28/04/2011 - 15:27

    @arik zu 32

    der ist Jude?

    „Ich kann dazu nur sagen: Israel ist Gottes auserwähltes Volk. Aber sie werden ihre messianische Erlösung erst erfahren, wenn sie sagen zu Jesus: „Gelobt ist der da kommt im Namen des Herrn!“

    Das meinte ich damit, dass es nicht ohne ist, den Talmud zu benutzen, denn am Ende kommt eben sowas heraus (was mich so anödet).

    „Ihr habt ja alle Recht und ich werde mich von nun an weitgehenst zurückhalten.“

    So war es nun nicht gemeint.

    Leider kann ich unter dem Namen Arik bezüglich Hagalil nichts anfangen. Kol tuv.

    @Mike zu 35

    es gibt Chabadniks, die glauben an Schneerson als Maschiach. Ich lehne es auch komplett ab, aber damit muss man leben.

  39. #39 von Postumus am 28/04/2011 - 18:36

    #37 von Arik1957 am 28/04/2011 – 11:31

    Dank Dir und alles Gute!

  40. #40 von yael1 am 28/04/2011 - 19:24

    Schade, mein Postings wurde nicht veröffentlicht, gibt es einen Grund?

  41. #41 von yael1 am 28/04/2011 - 21:51

    Danke, nun ist es da.

  42. #42 von quotenqueen am 28/04/2011 - 22:18

    #41: Wie üblich, wir wissen nicht, warum immer wieder Kommentare in der Warteschleife landen…

  43. #43 von Templarii am 28/04/2011 - 22:23

    Ach Gott – was für ein Textmüll. Lesen Sie doch wenigstens die Römerbriefe, dann wissen Sie das Paulus sehr wohl von Caritas sprach und es lebte.

    Wie alle Apostel starb er übrigens als Märtyrer.

    Und das mit dem Karl den Grossen, das Gesetz hielt nur 15 Jahre, bezog sich auf die aufständischen Sachsen (Die ihrerseits gerne eroberten und raubten) UND wurde von Christlicher Seite kritisiert, bis es abgeschafft worden ist.

    In übrigen beinhaltete es auch so Aussagen über Beichte und Vergeben.

    Was sollen das hier für Autoren sein, die nicht mal einen Wikipedia Artikel lesen können! Lächerlich.

    Templarii recognoscere.wordpress.com