Kind im Namen des Islam zu Tode gepeitscht

 

Musste mit ansehen, wie sein Kind auf Befehl des Imams zu Tode gequält wurde: D. Khan

 

 

Unvorstellbar ist die Grausamkeit, mit der in Bangladesh ein 14-jähriges Kind unter den Augen der Eltern zu Tode geprügelt wurde. Das Mädchen hatte doppeltes Pech: Erstens, dass es von einem Verwandten vergewaltigt wurde, zweitens, dass der Vergewaltiger verheiratet war. Denn dadurch machte sich das Vergewaltigungsopfer nach islamischem Recht des Ehebruchs schuldig.

Obwohl in dem offiziell als gemäßigt geltenden Land die Sharia pro forma verboten ist, gilt das Wort der Imame den Rechtgläubigen nach wie vor. Ein solcher verurteilte das Kind zur öffentlichen Auspeitschung mit 101 Peitschenhieben. Die dabei entstehenden schwersten Verletzungen kann kaum ein Erwachsener überleben.

Das Kind brach nach 70 Schlägen blutüberströmt zusammen und wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo es eine Woche später den Verletzungen erlag. Auf dem Totenschein wurde „Tod durch Selbstmord“ verzeichnet, Verletzungen wurden nicht dokumentiert. Erst nachdem die Eltern die Exhumierung des Leichnams erzwungen hatten, wurde der Fall international bekannt. Das Presseecho in Deutschland ist erwartungsgemäß verhalten. Von Demonstrationen oder Empörung von Moslems irgendwo auf der Welt, über den verbrecherischen Imam, ist nichts bekannt. Vermutlich, weil er in Übereinstimmung mit dem Islam handelte, der für Ehebruch eine Mindeststrafe von 100 Peitschenhieben vorsieht. Was in der Regel einem Todesurteil durch öffentliche Folter gleichkommt. (Quelle: CNN)

Ist das tatsächlich der Islam, der zu Europa und Deutschland gehören will und von uns aufgeklärten Menschen Respekt fordert? Vor einem  Götzenglauben für geisteskranke Sadisten,  der vergewaltigte Kinder verurteilt, öffentlich zu Tode gequält zu werden, kann man nur angewiedert ausspucken.

  1. #1 von FreeSpeech am 31/03/2011 - 18:08

    Es geht nicht um Ehebruch, sondern um unerlaubte sexuelle Beziehung. Sexuelle Beziehung ausserhalb der Ehe ist verboten und wird so bestraft in der Religion des Friedens – mit folgendem Vorbehalt:

    Dass der Mann nicht ebenfalls ausgepeitscht wurde, zeigt auf, dass die Bestrafung von unerlaubter Beziehung nur ein Ziel hat: Die Herrschaft der Männer über die Frauen.

  2. #2 von plapperstorch am 31/03/2011 - 18:23

    Die Story ist ja nicht mehr ganz frisch, denn das passierte Anfang Februar. Wer die ganze Geschichte lesen will, der findet sie im GUARDIAN, der sie als erster aufgegriffen hat

    1. Teil http://www.guardian.co.uk/world/2011/feb/03/bangladeshi-girl-100-lashes

    2. Teil http://www.guardian.co.uk/world/2011/feb/10/bangladesh-whipping-three-doctors-investigated

  3. #3 von Postumus am 31/03/2011 - 19:20

    #1 von FreeSpeech am 31/03/2011 – 18:08

    Völlig richtig, das wird meist falsch übersetzt. Das ḥadd-Delikt zinâ‘ meint jegliche vom Isl. Recht verbotene sexuelle Handlung (also auch Homosexualität u.v.a.).

  4. #4 von Argutus rerum existimator am 31/03/2011 - 19:24

    #3 von Postumus am 31/03/2011 – 19:20

    Völlig richtig, das wird meist falsch übersetzt. Das ḥadd-Delikt zinâ’ meint jegliche vom Isl. Recht verbotene sexuelle Handlung (also auch Homosexualität u.v.a.).

    Da hätte ich eine Frage: Ist nach islamischem Recht die Freiwilligkeit ein relevanter Parameter? Anders formuliert: Ist die Bestrafung eines Vergewaltigungs-Opfers rechtskonform oder eine Rechtsbeugung?

  5. #5 von Tolkewitzer am 31/03/2011 - 19:36

    Gefühlt sind die meisten Islamkritiker Männer. Warum eigentlich? Wir könnten uns doch entspannt zurücklehnen?

  6. #6 von WissenistMacht am 31/03/2011 - 19:40

    #5 Tolkewitzer:

    Wir könnten uns doch entspannt zurücklehnen?

    Oh nein, nicht, wenn wir unsere Frauen lieben!

    Ausserdem haben wir einige starke Frauen unter uns 😉

  7. #7 von ilex am 31/03/2011 - 20:07

    Die ganze Sexualrestriktion dient dem Islam (aber auch anderen Religionen, die wir hier haben) als einfaches Mittel der Unterdrückung und Kontrolle. Wer mit wem – das wissen die Dümmsten und zerreißen sich im Dorf die Mäuler. Daher bedienen sich Religionen diesem Mittel der Macht über ihre dummen Gläubigen. Am perversesten ist dabei der Islam – eine Frau wird vergewaltigt und wegen unerlaubter Sexualbeziehung bestraft. Das ist einfach nur krank und solche Ansichten von so grenzenloser Dummheit, dass man sich fragt, warum über 1 Milliarde Idioten sich damit identifizieren.

  8. #8 von heimchen am herd am 31/03/2011 - 20:18

    Der Islam ist eine kranke Religion, die von kranken Imamen gepredigt wird!

    Ein Fall für die Psychiatrie!

    Wer behauptet, der Islam gehört zu Deutschland , der gehört in die Gummizelle!
    😉

  9. #9 von plapperstorch am 31/03/2011 - 20:27

    #8 von heimchen am herd

    Da haben Sie wohl war. Und das Beste ist, von dieser ganzen Sharia-Kacke steht nix im dem so heiligen Schmöker, auch Koran genannt. Ich meine, dieser Mo war ja schon krank, aber was der Islam aus seiner Krankheit gemacht hat, das kann kein Mensch verstehen. Dazu muss man teuflisch sein.

  10. #10 von Joachim am 31/03/2011 - 20:27

    @ilex: so ganz krank scheint es mir nicht zu sein. Du hast ja schon zurecht darauf hingewiesen, dass dies perverse „Moral“ der Kontrolle der Gesellschaft dient. Solche Gerichtsurteile sind eiskalt kalkulierter Terror, der die Menschen innerlich zerstört und willenlos macht.

  11. #11 von Tolkewitzer am 31/03/2011 - 20:28

    #6 von WiM

    Deskalb der Konjunktiv! 😉

  12. #12 von Tolkewitzer am 31/03/2011 - 20:30

    #11 Deshalb

  13. #13 von ilex am 31/03/2011 - 21:00

    # 10 – Joachim

    Klar – diese rigiden Vorschriften haben natürlich den Zweck, Kontrolle und Macht auszuüben. Aber in diesem Fall ist die Begründung doch einmalig pervers: Jemandem wird ein Schaden zugefügt und dafür, dass er es erdulden musste, wird er (bzw. in diesem Fall sie) bestraft. Perverser geht es nicht.

  14. #14 von Joachim am 31/03/2011 - 21:23

    @ilex. das genau macht mir Sorgen. Man kann mit Gewalt viel erreichen – nach Stalins Tod zogen hunderttausende weinend am Sarg des Massenmörders vorbei. Auch das Stockholm-Syndrom ist in islamkritischen Kreisen ja bekannt …. es ist furchtbar, aber man kann Menschen durch Gewalt so abrichten, dass sie gegen ihre eigenen Interessen handeln und auch noch stolz darauf sind.

    Lesetip:

    Hannah Arendt
    – Macht und Gewalt
    – über das Böse

    Man braucht viel Mut und die Bereitschaft, ggf. selbst Gewalt anzuwenden, um nicht unter zu gehen. Ich habe keine Angst vor der Gewalt der Mohammedaner, sondern vor der kriecherischen Angst unserer Politiker.

  15. #15 von Joachim am 31/03/2011 - 21:29

    @ilex:
    kurze Nachbemerkung – das Urteil gegen da vergewaltigte Mädchen ist zwar pervers, aber m.E. völlig rational, aus der Sicht machtbesessener Totalitaristen. Mit diesem Urteil wird eine ganze Familie, ein ganzes Dorf – eine ganze Gesellschaft bestraft und unterworfen. Das wollen diese Teufel in Menschengestalt erreichen.

  16. #16 von saveurope am 31/03/2011 - 22:01

    Die Religion des Friedens bei der Arbeit.

  17. #17 von johannwi am 31/03/2011 - 23:11

    Dieses permanente Untereinanderheiraten führt bei den Muslimen zu ganz schlimmen Folgen:

    http://www.wdr.de/themen/gesundheit/2/erbkrankheiten/index.jhtml

  18. #18 von gw am 31/03/2011 - 23:41

    @Joachim: Wenn ich den Bericht richtig verstanden habe, waren die Dorfbewohner voll dabei, das Mädchen totzuschlagen. Die Obrigkeit in Bangladesh schafft es ja gerade wegen der Bevölkerung nicht, das offizielle Verbot der Sharia durchzusetzen. Die Formel „die da oben=böse, die da unten=gut geht leider meistens nicht auf – so sehr wir uns auch an diese Denkweise gewöhnt haben. Manchmal ist es sogar genau umgekehrt.

  19. #19 von kolat am 01/04/2011 - 00:04

    Typisch… bis nach Bangladesch müssen diese lächerlichen Islamkritiker hier jetzt schon verweisen. Wer weiss schon, was da wirklich gelaufen ist?

  20. #20 von Jeremias am 01/04/2011 - 00:09

    #8 von heimchen am herd am 31/03/2011 – 20:18

    Der erste Ausflug von Dr. Christian Wulff nach seiner Wahl führte ihn mit seiner Familie nach Königslutter. Seine eigentliche Intention war der Kaiserdom – Kaiser Lothar III, Großvater von Heinrich dem Löwen – nach seiner abgeschlossenen Restaurierung.

    Aber – nomen est omen – in Königslutter befindet sich ein Landeskrankenhaus des Landes Niedersachsen für diese Region. Die Gummizelle habe ich noch nicht gesehen, aber ich hörte schon, daß es dort mindestens eine gibt.

    Wie das Leben so spielt, führte der Weg zu Beginn des Amtes nicht gerade zufällig in die Nähe.

  21. #21 von indianerjones am 01/04/2011 - 04:49

    19 von kolat am 01/04/2011 – 00:04

    Typisch… bis nach Bangladesch müssen diese lächerlichen Islamkritiker hier jetzt schon verweisen. Wer weiss schon, was da wirklich gelaufen ist?
    @
    Mein lieber Talok,um der Gerechtigkeit und der Menschnrechte zu dienen, hatt man auf der ganzen Welt zugegen zu sein, vorstellbar ist sowas wirklich nur im islamischen Ohnmachtsbereich, der zappelt wie der Fisch am trockenen Wüstenstrand, stammelnd nach….Islam ist Frieden ,,,,japst, aber immer weniger hören da, ernsthaft noch ,diese Laute 🙄

    Gruß

  22. #22 von Postumus am 01/04/2011 - 14:47

    #4 von Argutus rerum existimator am 31/03/2011 – 19:24

    Auf diesen Punkt habe ich einmal – mich dasselbe fragend – einen Qaḍî des höchsten Gerichts eines isl. States angesprochen. Der zeigte sich erst einmal peinlich berührt, daß ein Europäer offensichtlich überhaupt soweit Kenntnis vom Isl. Recht hatte. Nachdem er sich einigermaßen von diesem Schock erholt hatte – und zugeben mußte, daß so etwas wie ein Vergewaltigungsverbrechen im Isl. Recht nicht existiere (!) – meinte er, sie würden das bei Gericht schon irgendwie berücksichtigen. Mehr bzw. differenzierter darauf einzugehen, weigerte es sich darauf allerdings nachhaltig. Das sprach jedoch ebenfalls Bände.
    So gesehen geht das klassische Isl. Recht anscheinend nicht davon aus, daß es überwältigte Frauen (oder auch Männer) geben könne, sondern bestimmt nur, daß Beteiligte an unerlaubtem Geschlechtsverkehr zu bestrafen seien. Es mag sein und wäre zu hoffen, daß heutzutage tatsächlich auch in Staaten, in denen auch das Strafrecht weitgehend von der šarîʽa bestimmt wird, darauf abgestellt würde, daß eine an zinâ‘ beteiligte Frau tatsächlich vergewaltigt worden ist, Belege dafür kenne ich allerdings keine.

    Es gibt zu diesem Thema noch eine – auf Nichtmuslime befremdlich wirkende – Bestimmung des I.R.: ein Mann kann dem zinâ‘ -Vorwurf entgehen, indem er erklärt, es habe sich um eine „cohabitatio erronea“ (sic!) gehandlet, d.h. er habe gemeint, er habe sexuellen Verkehr mit seiner Ehefrau ausgeübt.

  23. #23 von Argutus rerum existimator am 01/04/2011 - 15:10

    #22 von Postumus am 01/04/2011 – 14:47

    So gesehen geht das klassische Isl. Recht anscheinend nicht davon aus, daß es überwältigte Frauen (oder auch Männer) geben könne, sondern bestimmt nur, daß Beteiligte an unerlaubtem Geschlechtsverkehr zu bestrafen seien.

    Das ist interessant, zumal die Tatsache, daß es das doch gibt, der gesamten Menschheit wohl seit hunderttausenden von Jahren wohlbekannt ist. Wenn das islamische Recht das ausspart, dann muß das wohl aus irgendeinem Grund mutwillig geschehen sein, sicher nicht aus Unkenntnis der Faktenlage.

    Ich zweifle zwar nicht daran, daß dieser Qaḍî sein Fach versteht und gesagt hat, was Sache ist, aber für uns wäre es besser, wenn sich etwas Schriftliches finden ließe, das man auch zitieren kann.

    cohabitatio erronea

    Das mag zwar schon einige Male in der Geschichte der Geschlechterbeziehung vorgekommen sein, aber doch wohl so selten, daß es im abendländischen Recht (wo es das ja wahrscheinlich auch gab) nur aus Gründen der Vollständigkeit als Kuriosum eingefügt wurde. Wenn es im islamischen Recht nur für Männer gilt, dann liegt dort eine andere Motivation nahe, nämlich die einer vorgefertigten Ausrede, die helfen soll, die Bestrafung auf die Frau zu beschränken.

  24. #24 von einteilvonjenerkraft am 01/04/2011 - 15:48

    #22 von Postumus am 01/04/2011 – 14:47
    Es gibt zu diesem Thema noch eine – auf Nichtmuslime befremdlich wirkende – Bestimmung des I.R.: ein Mann kann dem zinâ’ -Vorwurf entgehen, indem er erklärt, es habe sich um eine „cohabitatio erronea“ (sic!) gehandlet, d.h. er habe gemeint, er habe sexuellen Verkehr mit seiner Ehefrau ausgeübt.
    Ja, das kann schon mal passieren, von hinten sehen die mit ihrem Kopftuch alle so gleich aus (und in Niqab-Burka-Ländern auch von vorn, natürlich).
    Mir ist zwar jetzt auch nicht bewusst ob es im islamischen Recht Straffreiheit für Vergewaltigungsopfer gibt, aber selbst wenn, dann findet man sicher irgendeine Mitschuld (oder gar alleinige Schuld) der Frau, sie hat den Mann bestimmt animiert und verführt, der Arme konnte nicht anders. Wenn der Guardian korrekt berichtet hat war es übrigens die Ehefrau des Vergewaltigers welche den Imam angestiftet hat.
    In der islamischen Rechtspraxis gibt es ansonsten noch die Gnadenvariante, dass die Vergewaltiger die Vergewaltigte heiratet und die Angelegenheit damit aus der Welt geschafft ist. Und auch die Variante gibt es: Wenn jemand während der Bestrafung flieht, wird ihm auch die Strafe erlassen (denn Allah hat ihm die Flucht ermöglicht).

  25. #25 von Postumus am 01/04/2011 - 18:00

    Mir wäre es auch lieb, wenn es etwas Zitierbares zum Thema gäbe, doch das zu finden, ist mir bislang – trotz großen Interesses – noch nicht gelungen. Wen auch immer ich diesbzgl. ansprach (darunter verstehe ich Fachleute), wußte ebenfalls keine Veröffentlichung dazu zu nennen und wich dem Thema lieber generell aus (auch eine Antwort!).
    Zumindest zeigt sich wie so oft, daß der Islam eben doch alles andere als frauenfreundlich ist.

    Zur vorgeblichen „Mitschuld“ der Frau habe ich ein noch passendes Ḥadîṯ:
    „Der Gesandte Allâhs, Allâhs Segen und Heil auf ihm, sagte: Ich habe nach mir keine Versuchung (d.i. fitna) hinterlassen, die den Männern am schädlichsten wäre, als die Frauen!“(Nr. 4923 aus ṣaḥîḥ. Muslim).
    Die Islamwissenschaftler, welche sich besonders im 19. und Anf. 20.Jh. ohne Scheuklappen am intensivsten mit der Erforschung des Islam befaßten, sparten leider eingehendere Betrachtungen bzgl. des sexuellen Bereiches aus (selbst das, was darüber mitgeteilt wird, ist nur auf Latein 🙂 zu lesen wie z.B., daß auch „cohabitatio a tergo unter zinâ‘ falle; aber wer schaut dabei normalerweise schon zu bzw. läßt sich zusehen?

    #24 von einteilvonjenerkraft am 01/04/2011 – 15:48

    Wer weiß, vielleicht gibt es da ja eine spezielle msl. Motivation für das Burkagebot, die noch gar nicht richtig beleuchtet worden ist, außer von Dir eben und wenigen anderen, nachdem ich ihnen von der c. erronea erzählt hatte.
    Und ja: die isl. Rechtspraxis hat auch einige Merkwürdigkeiten zu bieten. 😉

  26. #26 von Postumus am 01/04/2011 - 18:17

    #23 von Argutus rerum existimator am 01/04/2011 – 15:10

    Wie Du schon im 3. Abschnitt ausgeführt hast – dem ich wie den anderen Ausführungen nur zustimmen kann – hilft auch bzgl. der Fragen rund um die Vergewaltigung m.E. die Logik weiter.
    Im modernen (z.B. dt.) Strafrecht existiert hinsichtlich eines Vergehens/Verbrechens immer ein geschütztes Rechtsgut, gegen das sich die Tat richtet. Das wäre im Falle der Vergewaltigung die sexuelle Selbstbestimmung – auch der Frau. Gerade diese kennt das Isl. Recht jedoch nicht. Vielmehr hat die Frau dem ihr Angetrauten zur Verfügung zu stehen. Abwehr ist nur dann gerechtfertigt, wenn der Mann mit dem Sexualkontakt gegen Bestimmungen des I.R. verstieße (das wäre z.B. Geschlechtsverkehr am Tage während des Ramaḍân.
    Es scheint auch so, als sei der verbotene Geschlechtskontakt – zinâ‘ – an sich das Übel, ob nun die Frau damit einverstanden war oder nicht – oder man geht davon aus, daß sie sich nicht genug gewehrt oder es dann doch gemocht habe, wie man es ja auch vor europäischen Gerichten von der Vergewaltigung Angeklagten immer wieder als „Entschuldigung“ zu hören bekommt, so widerlich das auch ist. Ein wichtiges Faktum ist zudem, daß Frauen das Qaḍîamt nicht (!) zusteht.

  27. #27 von Postumus am 01/04/2011 - 19:12

    P.S.
    Noch eine Besonderheit des I.R., die unserem Rechtsverständnis zuwiderläuft:
    vier der ḥadd-Delikte (zinâ‘ , Genuß von Berauschendem, Diebstahl und Straßenraub) sind ḥaqqu_l-llâh (Gottesrecht) mit der Konsequenz, daß bei einer diesbezgl. Anschuldigung dem Täter/der Täterin vom Richter sogar angeraten werden muß, ein eventuelles Geständnis zurückzunehmen und den Zeugen, nicht gegen den/die Angeklagte(n) negativ auszusagen. Außerdem gilt nach einem Ḥadîṯ: „Jedem Gläubigen werden seine Sünden vergeben, außer wenn er sie selber offenbar macht.“ und „Allâh liebt von seinen Dienern die, welche [die Sünden] verhüllen. Quelle: Juynboll, Handbuch des Islamischen Gesetzes …, 1910, S.292ff).

  28. #28 von einteilvonjenerkraft am 01/04/2011 - 19:44

    Ja, das stimmt mit den Hadd-Delikten: sie verstoßen gegen Gottesrecht, d.h. Allah ist der Geschädigte. Allah hat das Delikt natürlich beobachtet, aber vielleicht ist er ja verzeihend und will nicht dass es rauskommt. Deshalb nicht gestehen sondern lügen dass sich die Balken biegen!
    A propos: Wozu Frauen noch gut sind:
    „Arafat musste die 100 Aktivisten des „Schwarzen Septembers“ unter Kontrolle bringen, denen es „in den Fingern juckte“, weitere Angriffe zu lancieren. Um dieses Ziel zu erreichen, entschied sich der PLO-Führer, den Mitgliedern seiner Einheit einen Grund zu geben, lieber zu leben als zu sterben. So rekrutierte er 100 junge Palästinenserinnen … Den Aktivisten wurde jeweils eine Wohnung in Beirut, ausgestattet mit einem Gasofen, einem Kühlschrank und einem Fernseher, sowie 3.000 Dollar in bar angeboten, wenn sie eine der Frauen heirateten.
    http://de.qantara.de/webcom/show_article.php?wc_c=468&wc_id=1534

  29. #29 von WissenistMacht am 01/04/2011 - 19:47

    #28 einteilvonjenerkraft:

    Und was machten die dann mit n’em Kühlschrank, aber ganz ohne Bett? Blöde Regelung 🙂

  30. #30 von Argutus rerum existimator am 02/04/2011 - 08:20

    #27 von Postumus am 01/04/2011 – 19:12

    Jedem Gläubigen werden seine Sünden vergeben, außer wenn er sie selber offenbar macht.“

    Was mit dieser und den anderen erwähnten Bestimmungen geschützt werden soll, ist offensichtlich nicht der einzelne Mensch sondern das Ansehen der Umma, denn das bleibt unbeschädigt, wenn die Verbrechen nicht allgemein bekant werden.

    Festgelegt ist das wohl nur im Islam so, aber empfunden wird es auch anderswo so. Ich kenne den Fall eines katholischen Priesters, der heimlich ein sexuelles Verhältnis mit einer Frau hatte. Eines Tages drängte ihn sein schlechtes Gewissen dazu, das seiner Gemeinde einzugestehen. Daraufhin wurde er zum Bischof beordert, der ihm schwere Vorwürfe machte, aber nicht wegen der Beziehung sondern wegen des Eingeständnisses.

  31. #31 von Argutus rerum existimator am 02/04/2011 - 08:59

    #25 von Postumus am 01/04/2011 – 18:00

    im 19. und Anf. 20.Jh. … sparten leider eingehendere Betrachtungen bzgl. des sexuellen Bereiches aus … selbst das, was darüber mitgeteilt wird, ist nur auf Latein

    Dieses Phänomen ist nicht auf die Islamwissenschaft beschränkt. Ich kenne auch medizinische und andere Bücher aus dieser Zeit, die zwar auf Deutsch geschrieben (oder ins Deutsche übersetzt) waren, in denen aber plötzlich einige Seiten mit sexualkundlichen Informationen lateinisch waren.

    Offenbar hegte man damals die skurrile Meinung, sexuualwissenschaftliches Wissen würde die Menschen verderben – allerdings mit Ausnahme jener Menschen, die Latein konnten. 🙂