„Hexenmädchen“ in Nigeria befreit

Hexenjagd in Nigeria

Wer die schrecklichen Auswirkungen von Aberglauben – es muss nicht immer nur der Islam sein – studieren will, findet in Afrika immer wieder Beispiele übelster Menschenrechtsverletzungen, verursacht durch allerhand Hokuspokus. In Nigeria wurde jetzt ein kleines Mädchen von einem Menschenrechtsaktivisten befreit, das wegen dem Vorwurf der Hexerei in Not geraten war. Der Blog „Wissenrockt“ hat die ganze Geschichte.

Spürnase: WiM

  1. #1 von WissenistMacht am 30/01/2011 - 10:21

    Eine unselige Rolle spielen in diesem Zusammenhang in Afrika die so genannten „Pfingstkirchen“, die es verstehen, den vorhandenen Aberglauben der einfachen Bevölkerung in ihrem Sinne zu nützen. Dass dabei Menschen zu Schaden kommen, scheint sie in ihrem christlichen Verantwortunghsgefühl nicht sonderlich zu stören.

    Einige Hintergründe dazu (für diejenigen, die ihn noch nicht gelesen haben) finden sich in meinem Artikel: „Leben mit Satan – Glaube oder Wahrheit“

    http://www.wissenrockt.de/2010/03/30/leben-mit-satan-glaube-oder-wahrheit-3556/

    Leo Igwe ist übrigens seit langer Zeit ein guter Freund, der neben seiner anstrengenden Arbeit in Nigeria immer wieder Zeit findet, sich für die Entwicklung in Nordafrika zu interessieren.

  2. #2 von Simbo am 30/01/2011 - 11:09

    Es ist unglaublich, was im Namen der Religionen und sonstigen Aberglaubens alles passiert. Und was an’s Tageslicht kommt, ist wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs.
    Einfach traurig………

  3. #3 von HIP26727 am 30/01/2011 - 12:23

    @ #1 von WissenistMacht am 30/01/2011 – 10:21

    […]
    Dass dabei Menschen zu Schaden kommen, scheint sie in ihrem christlichen Verantwortunghsgefühl nicht sonderlich zu stören
    […]

    Wenn es so wäre, wäre es schlimm genug. Ich befürchte aber, es ist noch schlimmer:
    Der Großteil der Typen wird völlig überzeugt sein, in Sinne ihres jenseitigen Großen Zampano alles richtig zu machen und nach ihrem Ableben von ihm mit ewiger Glückseligkeit belohnt zu werden (wenn sie eine realistische Vorstellung von „ewig“ hätten, würden sie ihre Seelen vorsichtshalber mit `ner Zyankali-Kapsel ausstatten). Denen kommt man nicht mit moralischen / ethischen Bedenken bei!
    Wenn das „irdische Leben“ eh´ nur eine Vorbereitung auf auf etwas unendlich größeres danach ist, kann seine (auch gewaltsame) Beendigung zur Erlangung des „himmlischen“ natürlich gottgefällig sein. Auch in Europa haben die „reinigenden Feuer“ jahrhundertelang gebrannt.

  4. #4 von Huckabee am 30/01/2011 - 12:24

    @WiM

    Die Pfingstler haben eine Lehre, die „Menschenjagd“ thematisiert?

  5. #5 von Haiduk am 30/01/2011 - 12:28

    OT:

    Yusuf al-Qaradawi, einer der Hauptführer der Muslimbrüderschaft, hat Mubarak über al-Jazeera aufgerufen das Land zu verlassen. Yusuf al-Qaradawi lebt unweit des Büros von al-Jazeera in Quatar. Es wäre vorstellbar, daß die Ausstrahlung dieser Ansprache ein nicht unwesentlicher Grund für das heutige Verbot des Senders in Ägypten war.

  6. #6 von HIP26727 am 30/01/2011 - 13:19

    @ #4 von Huckabee am 30/01/2011 – 12:24

    Die Pfingstler haben eine Lehre, die „Menschenjagd“ thematisiert?

    Ich fürchte, Sie haben den Kommentar von WiM nicht richtig gelesen: Es geht um deren „Schüren von Aberglauben“ und das „billigend in Kauf nehmen“, dass daraus letztendlich Stigmatisierung von – und Jagd auf Menschen resultiert.
    Dass die sich dabei selber die Hände nicht dreckig machen, würde ich kaum als mildernden Umstand akzeptieren, im Gegenteil!

  7. #7 von WissenistMacht am 30/01/2011 - 13:21

    #3 HIP26727:

    Ich bemühe mich immer um vorsichtige Formulierungen 🙂

  8. #8 von WissenistMacht am 30/01/2011 - 13:25

    #6 HIP26727:

    Danke. Ähnliches wollte ich gerade antworten.

    Es geht ja nicht nur um den absurden Exorzismus (der zur Tötung führen kann), sondern um diese fundamentalistische Bibelbetrachtung (ohne jede Exegese), die am liebsten den §175 wieder einführen will oder die Liberalisierungen des §218 rückgängig machen will.

    Da liessen sich noch mehr Punkte zusammentragen.

  9. #9 von Argutus rerum existimator am 30/01/2011 - 13:50

    #2 von Simbo am 30/01/2011 – 11:09

    Es ist unglaublich, was im Namen der Religionen und sonstigen Aberglaubens alles passiert.

    Keineswegs, ich bin kein bißchen überrascht. Wenn man (wie es nun einmal zum Wesen der Religion gehört) die Kontrolle der wissenschaftlichen Rationalität ausschaltet oder ihr zumindest das Primat nimmt, dann kann man beliebig unsinnige Glaubensinhalte generieren.

    Der intellektuelle „Sündenfall“ geschieht nicht erst beim Glauben an Gott oder Hexen, sondern bei jedwedem Glauben an Behauptungen, für die es keine vernünftigen Argumente gibt, die sie plausibel machen.

  10. #10 von Postumus am 30/01/2011 - 13:56

    Wie ich schon vor kurzem einmal erwähnt habe, hat dieser „Brauch“ der Hexenverfolgung/-tötung eine lange Tradition in verschiedenen Teilen Afrikas, gegen welche die Kolonialmächte, darunter auch das Kaiserreich, einerseits vehement eingeschritten und andererseits aufkärend gegen diesen und anderen Aberglauben vorgegangen sind. Also wieder einmal ein Beispiel kulturunsensiblen, überheblichen, die Fortentwicklung hemmenden Benehmens der Kolonisatoren gegenüber überkommenen Gebräuchen der einheimischen Bevölkerung (wie u.a. auch gegen die Tötung abnormer Nachkommenschaft wie z.B. Zwillingen u. dergl.).

  11. #11 von Simbo am 30/01/2011 - 14:10

    #9 Argutus rerum existimator

    Ja natürlich hast Du recht. Ich habe diesen Satz selbstverständlich ironisch gemeint. Einfach deshalb, weil jede Religion für sich in Anspruch nimmt, die einzig WAHRE zu sein. Und Nächstenliebe predigt. Und dann im Namen der Religion Steinigungen, Auspeitschen etc. stattfinden.
    Oder Kindsmissbrauch betrieben wird.
    Ich jedenfalls finde Religionen gleich welcher Couleur einfach nur verlogen. :mrgreen:

  12. #12 von HIP26727 am 30/01/2011 - 14:12

    @ #7 von WissenistMacht am 30/01/2011 – 13:21

    Ich bemühe mich immer um vorsichtige Formulierungen

    Öööh, … politisch korrekt ? :mrgreen:

  13. #13 von HIP26727 am 30/01/2011 - 14:14

    #8 von WissenistMacht am 30/01/2011 – 13:25


    Es geht ja nicht nur um den absurden Exorzismus (der zur Tötung führen kann), …

    Sagen wir so: Der selbst unter „kontrollierten Bedingungen“ zum Tod führen kann. Wenn den, wie in den Kulturen da unten üblich, ein aufgeputschter Mob zelebriert, dürfte der tödliche Ausgang die Regel sein. 👿

    … sondern um diese fundamentalistische Bibelbetrachtung (ohne jede Exegese), die am liebsten den §175 wieder einführen will oder die Liberalisierungen des §218 rückgängig machen will.

    Da liessen sich noch mehr Punkte zusammentragen.

    Jau, z.B. könnte man die Schlangen (die fallen ja als (fast nur 😀 ) Wirbeltiere sogar unter die verschärfenden Bestimmungen des § 4 TierSchG) aus den Tierschutzgesetzen ausnehmen. 😈

  14. #14 von Huckabee am 30/01/2011 - 14:47

    @HIP26727

    Ungefähr so hab ich das verstanden. Es ist aber absurd, aus dem Einsatz christlicher Missionare eine Treibende Kraft für Menschenjagden herauszudeuten. In Ihrem Post implizieren Sie zudem, dass solches gar im Sinne mancher Pfingstkirche sei, und es diesen recht ist, solange sie sich selber dabe die Hände nicht schmutzig machen.

    In Anbetracht der Arbeit, die Freikirchliche Missionare und deren Helfer in diesen Ländern leisten (oft unentgeltlich) sind solche Vorwürfe blanker Hohn. Zudem sind es ja genau diese heidnischen Naturreligionen, die durch christliche Missionsarbeit an Gewicht verlieren (das ist es ja auch, was den Missionaren von gutmenschlicher Seite normalerweise übel genommen wird).

  15. #15 von WissenistMacht am 30/01/2011 - 14:58

    #14 Huckabee:

    Zudem sind es ja genau diese heidnischen Naturreligionen, die durch christliche Missionsarbeit an Gewicht verlieren

    Und darin sehen Sie offensichtlich einen Vorteil! Den kann ich beim besten Willen nicht entdecken. Vor allem dann nicht, wenn synkretistische Erscheinungen der angeführten Art nicht nur billigend in Kauf genommen werden, sondern offensichtlich integraler Bestandteil der Mission sind.

    Ist das Weltbild der armen Leute hinterher besser, nur weil der neue Gott plötzlich einen Heiligenschein hat?

  16. #16 von Huckabee am 30/01/2011 - 15:15

    @WiM

    In dem Fall habe ich mich wahrscheinlich unklar ausgedrückt. Hexenjagden, Mobs die irgendwen jagen und Töten, Voodoo uvm. sind nicht Teil der christlichen Heilslehre. Deshalb werden sie von dieser Verdrängt. Ja, darin sehe ich allerdings einen Vorteil (wobei mir klar ist, dass das, was wir beide unter „Vorteil“ verstehen, hier nur zu einem kleinen Teil deckungsgleich ist).

    Nun implizieren Sie schon wieder, dass die Tötung von Menschen integraler Bestandteil der christlichen Mission sei. Das ist noch wie vor an den Haaren herbeigezogen. Allenfalls ein theoretisches Konstrukt, beflügelt durch Satzfragmente aus dem Bundesgesgesetz, fernab jeglicher gelebter Realität im Umgang mit der Heilslehre.

  17. #17 von Sharp_Chronisch am 30/01/2011 - 15:21

    @Huckabee

    Wie kann etwas, dass auf Halluzinationen, Märchen und Machtgeilheit aufgebaut ist, die Menschen absichtlich in Dummheit hält um sie beherrschen zu können – Teil irgendeiner „Heilslehre“ sein??

    Es ist neben dem Islam die schlimmste, menschenverachtendste Geisteskrankheit in der Geschichte der Menschheit.

    Da gibt es nichts zu relativieren.

    Sharp

  18. #18 von WissenistMacht am 30/01/2011 - 15:23

    #16 Huckabee:

    Ich urteile ausschliesslich von den Ergebnissen her. Und wenn Hexenjagden unter dem Einfluss der von Ihnen verteidigten „Heilslehre“ eher zu- als abnehmen, kann ich keinerlei Fortschritte bei den armen Missionierten sehen.

    Es helfen gegen diesen Wahnsinn eben ausschliesslich die Humanisten wie mein Freund Leo – weder Katholiken noch Evangelikale lehnen dort unten die Exorzismen ab.

    In D sieht das dann immer sehr viel friedlicher aus, das ist mir schon klar. Die Leute mit Einblick dort unten sehen das gänzlich anders. Und nur darüber berichte ich wahrheitsgemäss.

  19. #19 von WissenistMacht am 30/01/2011 - 15:26

    #18 WiM Forts.:

    Was ich von Missionsarbeit im Allgemeinen und speziell in Afrika halte, dürfen Sie auch gern nachlesen in meinem Artikel „Afrika – Neue Heimstatt für Jesus“ bei http://www.wissenrockt.de

  20. #20 von ilex am 30/01/2011 - 15:28

    An Hexen zu glauben ist leider ebenso wenig logisch, wie daran, dass ein bestimmter Mensch an einem bestimmten Ort zu bestimmter Zeit von den Toten auferstand und nicht nur das – auch alle Sünden derer nahm er mit, die an ihn glauben.

    Nur – mit den Hexen ist es einfacher. Das Christentum zu begreifen erfordert schon gewisse gedankliche Anstrengungen. Schätze mal, dass 90 % derer, die Christen sein wollen, nicht wissen was sie glauben. Aber 95 % der Leute, die an Hexen glauben wissen genau, was das zu sein hat..

  21. #21 von Azrail am 30/01/2011 - 15:29

    @ All! 😉 😀

    „Kindischer Aberglaube“: Einstein über Religion 😀

    Albert Einstein

    Ein bislang unveröffentlichter Brief von Albert Einstein beendet die Debatte über seine religiösen Ansichten.

    „Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.“ Das sagte Albert Einstein und sein berühmter Aphorismus war seitdem Quelle endloser Debatten zwischen Gläubigen und Ungläubigen, die den größten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts zu sich zählen wollen.

    Ein wenig bekannter Brief von ihm könnte jedoch dabei helfen, den Streit zu beenden – oder zumindest könnte er eine weitere Kontroverse über seine Ansichten auslösen.

    Der Brief, der sich über 50 Jahre lang in einer Privatsammlung befand, soll diese Woche in London versteigert werden. Er lässt keinen Zweifel daran, dass der theoretische Physiker kein Unterstützer religiöser Glaubenssysteme war, die er für „kindischen Aberglauben“ hielt.

    Einstein schrieb den Brief am 3. Januar 1954 an den Philosophen Eric Gutkind, der ihm eine Kopie seines Buches Entscheide dich für das Leben: Der biblische Aufruf zur Revolte geschickt hatte. Der Brief wurde ein Jahr später öffentlich zum Verkauf angeboten und befindet sich seitdem in Privatbesitz.

    In dem Brief sagt er: „Das Wort Gottes ist für mich nicht mehr, als der Ausdruck und das Produkt menschlicher Schwächen. Die Bibel ist eine Sammlung ehrbarer, aber dennoch primitiver Legenden, welche doch ganz schön kindisch sind. Keine Interpretation, wie feinsinnig sie auch sein mag, kann das (für mich) ändern.“
    Wie man sieht, war er überhaupt kein Anhänger irgendeines Kultes, nicht mal gegenüber seiner eigenen Religion.
    Er war Atheist – durch und durch 😀

    Der Brief wird bei den Bloomsbury- Auktionen in Mayfair am Donnerstag versteigert werden und man rechnet mit bis zu 8000 Pfund. Dieser handgeschriebene, deutsche Beitrag ist nicht im Quellenmaterial des maßgeblichen akademischen Textes zum Thema gelistet, in Max Jammers Buch „Einstein und die Religion“.

    Einer der führenden Einstein-Experten des Landes, John Brooke von der Oxford Universität, räumte ein, noch niemals davon gehört zu haben.

    Einstein ist am bekanntesten für seine Relativitätstheorie und die berühmte Gleichung E=mc², welche das Verhältnis von Masse und Energie beschreibt, aber seine Ansichten über die Religion waren lange Zeit umstritten.
    Seine Eltern waren nicht religiös, aber er besuchte eine katholische Grundschule und erhielt zur gleichen Zeit Privatunterricht im Judaismus. Dies war der Ansporn für das, was er später als sein „religiöses Jugendparadies“ bezeichnete, während dessen er religiöse Regeln einhielt, wie etwa kein Schweinefleisch zu essen. Es blieb jedoch nicht lange so und im Alter von zwölf Jahren hinterfragte er den Wahrheitsgehalt vieler Bibelgeschichten.

    „Die Folge war eine geradezu fanatische Orgie des freien Denkens, die sich mit dem Eindruck vermischte, dass die Jugend durch den Staat mit Lügen verblendet wird; es war ein vernichtender Eindruck“, schrieb er später.

    In seinen späteren Jahren sprach er von einem „kosmischen, religiösen Gefühl“, das seine wissenschaftliche Arbeit durchdrang und stützte. 1954, ein Jahr vor seinem Tod, sagte er, er möchte „das Universum als einziges kosmisches Ganzes erfahren“. Er gebrauchte auch gerne religiöse Ausschmückungen wie seine Erklärung von 1926, „Gott würfelt nicht“, als er Bezug nahm auf den Zufall, den die Quantentheorie ins Spiel brachte.

    👿 Religiotentum 👿 weg damit.

    Gruß 😀

  22. #22 von HIP26727 am 30/01/2011 - 15:32

    @ #14 von Huckabee am 30/01/2011 – 14:47

    […]
    Es ist aber absurd, aus dem Einsatz christlicher Missionare eine Treibende Kraft für Menschenjagden herauszudeuten.

    Als absurd empfinde ich es, zwischen dem Aufputschen eines abergläubischen Mobs und daraus folgenden Menschenjagden keinen Zusammenhang zu sehen!
    Und wie war das noch, hat nicht ein gewisser Jesus, Sohn der Maria einem gewissen Simon, Sohn des Jona den Befehl zur Menschenjagd ausdrücklich erteilt?

    In Ihrem Post implizieren Sie zudem, dass solches gar im Sinne mancher Pfingstkirche sei, und es diesen recht ist, solange sie sich selber dabe die Hände nicht schmutzig machen.

    Stimmt, genau das mache ich. Und in meinem ersten Post in diesem Thread behaupte ich sogar, dass sie es ohne das geringste Unrechtsbewusstsein tun. So what?

    In Anbetracht der Arbeit, die Freikirchliche Missionare und deren Helfer in diesen Ländern leisten (oft unentgeltlich) sind solche Vorwürfe blanker Hohn.

    Ich formuliere nur ein ganz klein wenig um, damit´s richtig wird, einverstanden?

    Das, was die Freikirchliche Missionare und deren Helfer in diesen Ländern veranstalten (mit Hilfe von Spendengeldern), als „Arbeit“ zu bezeichnen, ist blanker Hohn!

    So kommen wir der Realtät wohl näher, nicht wahr?

    Zudem sind es ja genau diese heidnischen Naturreligionen, die durch christliche Missionsarbeit an Gewicht verlieren …

    Ah ja. Und wie sehen noch die Exorzismus-Rituale in diesen „heidnischen Naturreligionen“ aus? Bitte mit Quellenangaben, und bitte keine aufgepropften Teufelsphantasien! Danke.

  23. #23 von Huckabee am 30/01/2011 - 15:33

    @Sharp

    Vielen Dank für die Aufklärung. Dank Ihrem Beitrag kann ich mich jetzt von meinen Menschenverachtenden Halluzinationen lösen. Ohne Ihre Hilfe hätte ich doch glatt meinen eigenen Erfahrungen vertraut anstatt mir von Ihnen die Wahrheit diktieren zu lassen.

  24. #24 von WissenistMacht am 30/01/2011 - 15:38

    Ich habe auch einmal einen Artikel über Jihad und Mission geschrieben. Die Parallelen sind in der Tat verblüffend.

    Ich halte beides für menschenrechtswidrig!

  25. #25 von Sharp_Chronisch am 30/01/2011 - 15:40

    @Huckabee

    Wenn du nur deinem gesunden Menschenverstand vertrauen würdest statt deinen seltsamen Erfahrungen (oder hast du deinen Gott grade getroffen und mit ihm bei einem Bier die Weltlage geklärt? -dann sofort ab in die Anstalt) dann würdest du nicht so ein hanebüchenes Zeug schreiben.

    Sharp

    Ist also DOCH eine Krankheit wie andere Psychosen auch, wenn man Stimmen hört und nichtexistente Wesen sieht.

    Geh mal zum Arzt.

  26. #26 von HIP26727 am 30/01/2011 - 15:44

    @ #20 von ilex am 30/01/2011 – 15:28

    […]
    Aber 95 % der Leute, die an Hexen glauben wissen genau, was das zu sein hat..

    Och, als es vor einigen Jahren noch die AOL-Pinboards gab, war da eines explizit den Hexen gewidmet. Da waren ausgesprochen pragmatische und auch humorvolle Damen unterwegs. Die würde ich unbesehen gegen den kompletten Klerus aller Abbrahamssöhne eintauschen! 😀

  27. #27 von Huckabee am 30/01/2011 - 15:46

    @HIP26727

    Jesus hat natürlich niemandem befohlen andere zu Jagen. Darf ich fragen, woraus Sie eine solche Behaptung ableiten?

    Ich rede hier von Hexenjagt. Jemand wir gejagt und getötet. Sie vermischen das mit Exorzismus. Dabei wird niemand gejagt. Heutzutage passiert das sowieso eher mit Befreiungsgebeten.

  28. #28 von Sharp_Chronisch am 30/01/2011 - 15:49

    Hexen sind ja weise Frauen und Kräuterkundige. Ich habe real ein paar kennengelernt, die sehr Pagan waren – und sehr offen.

    Die haben mir nun sowas von KEINE Angst eingejagt. Im Gegenteil. Mit deren Weltsicht könnte ich locker leben.

    Sharp

  29. #29 von WissenistMacht am 30/01/2011 - 15:49

    Ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass die Afrikaner, wenn sie schon mangels Vernunft nicht zu Besserem kommen, mit ihren Waldschrat-Göttern besser aufgehoben wären als mit einem vorderorientalischen Wanderprediger, der vor 2000 Jahren das Zeitliche segnete.

  30. #30 von Sharp_Chronisch am 30/01/2011 - 15:53

    @Huckabee

    „Befreiungsgebete“???

    Nu gehts aber los. Menschen die an Epilepsie leiden und krank sind gehören zum Arzt – befreien von WAS denn??

    Bestimmt nicht von Euren Wahnvorstellungen. Gleich erzählst du mir auch noch, dass es ein personifiziertes Böses namens Teufel gibt.

    Jeder, der Exorxismen betreibt, gutheißt oder unterstützt gehört angezeigt und eingewiesen.

    Befreiungsgebete. tztztz

    Nu wirds echt pathologisch.

    Sharp

  31. #31 von ilex am 30/01/2011 - 15:55

    # 26 – HIP26727
    Och, als es vor einigen Jahren noch die AOL-Pinboards gab, war da eines explizit den Hexen gewidmet.

    Ja, wer sich alles irgendwelche Namen klaut …………….

    Genau wie es jetzt hier einfach ist, gegen Nazis zu sein ist es jetzt auch einfach, Hexe sein zu wollen. Hätten sich die Tussies vor 300 Jahren nicht getraut. Dieses ganze Esoterik-Gedödel ist einfach nur peinlich. Oder ist das eine zu strenge Sicht der Dinge?

  32. #32 von Sharp_Chronisch am 30/01/2011 - 16:02

    @Ilex

    Ich habe mich zwischenzeitlich ja auch mal mit dem Thema Paganismus und Neuheidentum beschäftigt.

    Ich sehe zwischen der Sicht, die Einstein auf das Universum hatte und allen Naturreligionen, die sich als Teil des Universums und nicht als dessen Herrenrasse sehen, und der humanistischen Sicht jedenfalls wesentlich mehr Übereinstimmung als gegenüber den abrahamitischen Herrenrassenreligionen.

    Sharp

  33. #33 von HIP26727 am 30/01/2011 - 16:14

    #27 von Huckabee am 30/01/2011 – 15:46

    Jesus hat natürlich niemandem befohlen andere zu Jagen. Darf ich fragen, woraus Sie eine solche Behaptung ableiten?

    Stimmt, ich muß mich verbessern: Der Befehl an Simon, Sohn des Jonas, lautete, von nun an Menschen zu fischen, nicht zu jagen! Nun, bei der beruflichen Vorbildung des Simon natürlich nur konsequent, im Prinzip aber wohl das Gleiche, nur in anderem Medium. Da sich Menschen vorwiegend an Land und in Luft aufhalten, dürfte das „fischen“ daher eher metaphorisch gemeint gewesen sein. Es sei denn, die Mission des Simon wäre auf Badeanstalten beschränkt gewesen. („beschränkt“ ist sie wohl eh´)

    Ich rede hier von Hexenjagt. Jemand wir gejagt und getötet. Sie vermischen das mit Exorzismus. Dabei wird niemand gejagt. Heutzutage passiert das sowieso eher mit Befreiungsgebeten.

    Das Problem liegt wohl darin, dass man vermeintliche Hexen, die nicht gerne exorziert werden wollen, wohl erst einmal jagen muß, um ihrer habhaft zu werden. Dummerweise liegt dann zwischen dem Dingfestmachen und möglicherweise geplanten „Befreiungsgebet“ ein vorzeitiges Ableben. Kollateralschäden auf dem „Weg zum Herrn“?

  34. #34 von HIP26727 am 30/01/2011 - 16:31

    @ #31 von ilex am 30/01/2011 – 15:55

    […]
    Hätten sich die Tussies vor 300 Jahren nicht getraut.

    Da gab´s die AOL-Pinboars meines Wissens auch noch nicht . :mrgreen:
    (und `ne IP-Adresse ist auch heute noch sicherer als `ne Hausnummer 😈 )

    Dieses ganze Esoterik-Gedödel ist einfach nur peinlich. Oder ist das eine zu strenge Sicht der Dinge?

    Im Prinzip stimme ich zu, möchte es zur Differenzierung aber mal so audrücken:
    Ich unterscheide schon zwischen einem Kamillentee und einer homöopathischen Zubereitung Matricaria-chamomilla D60. 😉

  35. #35 von WissenistMacht am 30/01/2011 - 16:32

    Wer sich nach dieser erfrischenden Diskussion nun bemüssigt fühlt, in die evangelikale Missionsarbeit einzusteigen, dem sei geholfen:

    http://www.idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/missionarische-jugendwerke-suchen-freiwillige-1.html

    Die nehmen auch Rentner und Vorruheständler.

  36. #36 von indianerjones am 30/01/2011 - 16:39

    #26 von HIP26727 am 30/01/2011 – 15:44

    @

    Zu den zweifelslos vorhandenen, netten und humorvollen Damen, trieben sich in den AOL Boards, auch wahre Furien und Hexen rum (gefakt und ungefakt :wink:)

    Aber auch ein Besen, hatt sein Recht auf einen Parkplatz. :mrgreen:

    Gruß

  37. #37 von myotis am 30/01/2011 - 16:51

    Hexenjagden, Mobs die irgendwen jagen und Töten, Voodoo uvm. sind nicht Teil der christlichen Heilslehre.

    Letztes Jahr wurden in Haiti vom christlichen Mob 50 Voodoo Priester bestialisch umgebracht,weil diese angeblich mit einem Zauberpulver auch noch die Cholera in das Land gebracht haben !
    ja danke

  38. #38 von HIP26727 am 30/01/2011 - 16:54

    @ #36 von indianerjones am 30/01/2011 – 16:39

    Zu den zweifelslos vorhandenen, netten und humorvollen Damen, trieben sich in den AOL Boards, auch wahre Furien und Hexen rum (gefakt und ungefakt )

    Aber auch ein Besen, hatt sein Recht auf einen Parkplatz.

    :mrgreen: Ja, ich weiß. Manche Spinnerin wurde von den Stamm-Hexen aber auch ganz herbe verarscht.
    Ich erinnere mich an eine, die ein Rezept für ein Mittel gegen Fliegen auf Basis von Fliegenpilzen haben wollte. Die bekam (sogar in Form eines mehrstrophigen gereimten Zauberspruches) eine Bauanleitung für eine Fliegenklatsche aus einem schönen großen Pilzhut und einem halben Meter Holzleiste aus dem Baumarkt. :mrgreen:

  39. #39 von Azrail am 30/01/2011 - 17:25

    #35 von WissenistMacht am 30/01/2011 – 16:32

    Wer sich nach dieser erfrischenden Diskussion nun bemüßigt fühlt, in die evangelikale Missionsarbeit einzusteigen, dem sei geholfen:

    http://www.idea.de/nachrichten/detailartikel/artikel/missionarische-jugendwerke-suchen-freiwillige-1.html

    Die nehmen auch Rentner und Vorruheständler.

    Lieber WiM 😀

    Du bist da viel zu nachsichtig. Wahnsinn sollte man nicht verbreiten lassen.
    Dafür gibt es doch 😆 HALDOL 😆 . Ein äußerst altes und wirksames Medikament, dass wir sehr gerne in der Pflege bei halluzinierenden Notfällen eingesetzt haben und noch immer in Usus ist.

    Es ist immer wieder dasselbe. Manche blieben auch nach einem „bad trip“ religiös hängen.

    Mannoman, was Halluzinogene so bewirken.

    Gruß 😆

  40. #40 von indianerjones am 30/01/2011 - 17:35

    #38 von HIP26727 am 30/01/2011 – 16:54

    Hahahaha :mrgreen:…..das war nun sehr erheiternd, danke, benötige sogar ein Taschentuch. 😀

    Wobei noch anzumerken ist, das die Furien nicht nur im Hexenboard unterwegs waren. 🙂

    Gruß