Dialüg mit Schienbeinschonern

Der Trieb studierter christlicher Theologen, sich mit islamischen Imamen gemein zu machen, in deren heiligen Büchern Christen als Ungläubige und Götzendiener beschimpft und zur Verstümmelung und Ermordung empfohlen werden, macht auch vor den heiligsten Dingen nicht halt. Sogar auf dem Fußballplatz will man jetzt demonstrieren, dass doch letztlich alles eins ist. Was Atheisten ja immer schon in Bezug auf die Religionen behauptet haben.

Die katholischen Nachrichten  berichten:

Pfarrer gegen Imame: Dabei handelt es sich nicht um ein theologisches Streitgespräch, sondern um ein freundschaftliches Fußballspiel, zu dem Dechant Martin Rupprecht am 5. Februar um 10 Uhr nach Neufünfhaus einlädt. „Die Imame sind frohe Menschen. Sie wollen nicht immer nur über Probleme reden oder selbst problematisiert werden. Das verbindet sie mit den Pfarrern“, sagt Rupprecht, der selbst türkisch spricht und Leiter der „Kontaktstelle für christlich-islamische Begegnung in der Erzdiözese Wien“ ist. Im Gespräch mit einem befreundeten Imam hatte Rupprecht erfahren, dass Fußball am Rande der Imame-Ausbildung einen ebenso fixen Platz hat wie auf den Fußballplätzen der Priesterseminare. So wurde die Idee geboren, sich zu einem Freundschaftsspiel zu treffen.

Jeden Samstagvormittag ist die Sporthalle in der Tellgasse 3 im 15. Bezirk für die „Sportjugend Neufünfhaus“ mit Dechant Rupprecht reserviert. Dann trainieren die 6- bis 10-jährigen und die 10- bis 14-jährigen Buben und Mädchen. Am 5. Februar werden sie zusätzlich den Kern der Fangemeinde bilden, wenn sechs Imame gegen sechs Pfarrer ins Spiel gehen. Zweimal 30 Minuten, das ist der zeitliche Rahmen. Bereits voriges Jahr gab es ein Freundschaftsspiel zwischen Pfarrern und Imamen. „Die Imame sind super Fußballer“, weiß der Dechant seither. In Zukunft sollen die gemeinsamen Fußballspiele regelmäßig ausgetragen werden, etwa viermal im Jahr.

„Wir müssen miteinander vertrauter werden“, meint Dechant Rupprecht, dem der christlich-islamische Dialog ein Herzensanliegen ist. Daher organisiert er auch Treffen, bei denen Imame und Pfarrer einander als Menschen begegnen. Dialogkonferenzen, gemeinsame Essen und Schulungen gibt es auch. Beim Fußballspiel können Imame und Pfarrer einmal etwas anderes gemeinsam machen. „Etwas, wo man nicht sagt: ‚Ach, schon wieder ein Termin!‘“, so Rupprecht.

Dabei verliert er nie das Ziel des „Dialogs des Lebens“ aus den Augen: „Sowohl Pfarrer als auch Imame tragen große Verantwortung. Sie haben einen großen Wirkungskreis und können durch ihre Predigten Trennlinien ziehen oder Brücken schlagen. Es geht darum, Brücken zu bauen“. Beim letzten Fußballspiel waren drei Pfarrer dabei, die noch nie in ihrem Leben einem Imam begegnet waren. Der Dechant von Neufünfhaus wünscht sich, dass am 5. Februar auch die Zuschauerplätze voll besetzt sind, damit der „Dialog des Lebens“ noch mehr ausstrahlt.

Ob es auf dieser sportlichen Ebene wie im Profifußball auch gerichtsrelevant wird,wenn die Theologen wie im richtigen Leben absichtlich verlieren, um dem Islam Respekt zu zollen, müssten die Juristen klären.

Spürnase: Wissen ist Macht

  1. #1 von wolfivonpi am 29/01/2011 - 12:51

    Toleranz, UNterscheiden, kene Klischees:
    Rede von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger MdB beim Rechtspolitischen Neujahrsempfang 2011


    Wo gegenwärtig davon gesprochen wird, der Islam sei in seinem politischen Kern nicht in die demokratische Gesellschaft und damit auch in den Rechtsstaat integrierbar, hieß es 1871, die Katholiken würden sich dem Gesetz des neuen deutschen Reichs nicht beugen, denn sie gehorchten einem „höheren Recht“.
    …Meine Damen und Herren, so lässt sich am Kulturkampf zeigen, wie er zu ungewollten Gegenreaktionen führt. Wer Menschen mit bestimmten religiösen Überzeugungen mit diffusen Ängsten belegt oder sie mit einseitigen Statistiken stigmatisiert, stellt sie als anders dar und grenzt sie aus; Ausgrenzung aber führt zu Fundamentalismus und ist unserer modernen und offenen Gesellschaft nicht angemessen.

    Ich wünschte mir statt Angstdebatten eine vorurteilsfreie Diskussion über die Religionen und ihre Rechte. Um an das Eingangszitat anzuknüpfen: Wir müssen mehr über islamisches Recht wissen, erst dann dürfen wir es vom Standpunkt des Rechts aus kritisieren.

    Zu Gast: Professor Rohe, Autor des Buches „Das islamische Recht“.

  2. #2 von true smyrna am 29/01/2011 - 13:10

    ….und 5-10jährige Kinder ganz ohne SEELEN-SCHONER dürfen die „Kern-FAN-GEMEINDE“ und Beifall-Jubler spielen-
    KINDER-MISSBRAUCHpur!

    Ach, endlich einmal dem Priestereminar entkommen!
    Männerbünde pflegen!
    Den kindern zeigen, dass wahre Männerfreundschaft alle Grenzen überwindet.
    (Und zugleich das unbewußte Missverständnis zementieren, daß Imame wahre Wissenschaftler sind).
    WAHRE MENSCHEN-FISCHER!
    Danke an alle.

  3. #3 von true smyrna am 29/01/2011 - 13:22

    zu 1# wolfivonpi

    ….und unsere Justiz-SPIELER schließen sich dem Dhimmi-Ringelspiel mit Begeisterung an, haben wahrscheinlich noch „nie nichts von irgentetwas“ gehört,gesehen, gelesen.

    Ganz bestimmt noch nichts vom Islam und Pat Condell:

    The criminal truth, part 2
    dtsch.Untertitel

  4. #4 von true smyrna am 29/01/2011 - 13:29

    hallo WiM,
    vielen Dank noch nachträglich für den Artikel, da packt einen der kalte Zorn!
    Mußte mir erst Luft verschaffen.

    Wenn man die Ereignisse in Ägypten „nach den Freitagsgebeten“ (sagt alles) und die Feuer in Kairo sieht, beschleicht einen heftige neue Sorge um Dich (u.Tunesien).
    Ägypten ist wohl über kurz oder lang verloren.
    Grüße an Dich u.Deine Familie

  5. #5 von necrohazred am 29/01/2011 - 13:33

    … wenn die Theologen wie im richtigen Leben absichtlich verlieren, um dem Islam Respekt zu zollen …

    … oder um nicht auf die Fresse zu kriegen.

  6. #6 von necrohazred am 29/01/2011 - 13:36

    Eine interessante Frage bleibt unbeantwortet: Treten die Imame in ihren „Kutten“ vor den Ball oder zeigen sie nackte Schenkel?

  7. #7 von ilex am 29/01/2011 - 13:52

    # 6 – necrohazred
    Muss wohl nach FIFA-Regeln gehen. Da gibt es soweit ich weiß jedenfalls bei Männern keine Ausnahmen für unsere Spezialisten. Wenigstens was.

  8. #8 von WissenistMacht am 29/01/2011 - 14:13

    #4 true smyrna:

    Mir sind solche Skurilitäten wie im laufenden Thread auch angenehmer. Die Redaktion war wegen meines Hinweises überrascht, was ich denn alles so lese.

    Wenn man ein Gespür für subtilen Humor hat oder gar einen Hang zu Absurditäten, kommt man einfach nicht darum herum, auch gelegentlich auf solchen kabarettistischen Seiten Ausschau zu halten. Man wird garantiert fast immer fündig. 🙂

    Ich teile Deine Befürchtungen für Ägypten (um so mehr, je mehr Nachrichten aus den arabischen Medien zu mir dringen), in Tunesien allerdings sind die Dinge bisher auf einem erstaunlich guten Weg. Ich habe trotz alledem – schon meiner Frau zuliebe – alle erforderlichen Vorsichtsmassnahmen getroffen, um ggfs. umgehend ein vorbereitetes Nest in der alten Heimat zu beziehen (das geht auch, ohne plapperstorch zu sein 😉 )

  9. #9 von Polemaetus am 29/01/2011 - 14:30

    #6 von necrohazred am 29/01/2011 – 13:36

    Ich habe dazu folgendes gefunden:

    (Achtung, der Link führt direkt in den Sumpf der Rechtgläubigen)

    http://www.ahlu-sunnah.com/archive/index.php/t-27935.html

  10. #10 von Q am 29/01/2011 - 15:27

    Der islamisch-katholische Dialüg scheint schon seit Langem Chefsache zu sein. Die ‚Christlich-islamische Begegnungs- und Dokumentationsstelle‘ CIBEDO unterstützt den Islam ideell, organisatorisch und finanziell seit 1978.

    CIBEDO ist die Fachstelle der Deutschen Bischofskonferenz mit der Aufgabe, den interreligiösen Dialog zwischen Christentum und Islam, sowie das Zusammenleben von Christen und Muslimen zu fördern. […]

    CIBEDO dokumentiert die Entwicklung islamischen Lebens in Europa (Schwerpunkt BRD), Fragen zur Integration muslimischer Migranten, Beiträge zu aktuellen islamwissenschaftlichen Themen und Stellungnahmen aus dem muslimischen, christlichen und akademischen Bereich.

    Vatikan: Koranverbrennung wäre „abscheuliche Geste“

    Neues Graduiertenkolleg für Islamische Theologie

    Es gehe um eine „angemessene Repräsentation von Muslimen in Wissenschaft und Schule“, um die Ausbildung von Imamen und islamischen Religionslehrern voranzutreiben…

    Wer Nerven und Zeit hat, findet in den dortigen Archiven genug Haarsträubendes.

  11. #11 von Q am 29/01/2011 - 16:44

    Auch der Vatikan selbst unterstützt islamische Masseneinwanderung, wie Debbie Schlussel feststellte. Dies wurde haarsträubend begründet:

    Zunehmend wird der Katholizismus in Italien eine Religion der älteren Menschen, sagte Quyen Ngo Dinh, welche die Migrationsabteilung der Caritas in Rom leitet, den katholischen Sozialdienst, der die Johannes Paul II-Kantine betreibt. ‚Wenn Sie in die Kirche gehen, werden Sie sehen, dass niemand jünger als 50 Jahre ist‘, sagte sie, vielleicht mit einem Hauch von Übertreibung.

    Sie sagte, da Muslime im italienischen Leben eine größere Präsenz darstellen, ‚wird dies auch für die Italiener zu einer Gelegenheit … wirklich darüber nachzudenken, warum sie katholisch sind und ob sie wirklich katholisch sein wollen.‘

    Wieso ermöglicht und unterstützt die katholische Kirche islamische Einwanderung?

  12. #12 von Klaus Lelek am 29/01/2011 - 20:34

    Nomen est Omen. Dazu fällt mir nur „Knecht Rupprecht“ ein, der finstere Begleiter vom Nikolaus, eine Angstfigur aus meiner frühen Kindheit in der Nähe von Bonn. Vielleicht können ja jetzt die „Imame“ diesen Job übernehmen. Wenn das Kind nicht brav ist, muß es Muslim werden.
    Oder wird als „Christensklave“ an irgendwelche Ölscheichs verkauft.

  13. #13 von kruzifuenferl am 29/01/2011 - 22:01

    Daher organisiert er auch Treffen, bei denen Imame und Pfarrer einander als Menschen begegnen. Dialogkonferenzen, gemeinsame Essen und Schulungen gibt es auch.
    Ich würde mein Haus darauf verwetten, dass es bei den gemeinsamen Essen kein Schweinefleisch gibt …

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