Der Letzte macht das Licht aus

Der Eindruck, ganz Europa werde von Idioten regiert, verstärkt sich bei solchen Nachrichten: Nachdem die herkömmlichen Glühlampen schrittweise verboten werden und erste Verstöße schon zu Zugriffen des Zoll geführt haben, gibt es jetzt Bestrebungen, die als Alternative angepriesenen „Energiesparlampen“ ebenfalls aus „Umweltgründen“ zu verbieten. Erst jetzt bemerkt der in Brüssel versammelte Sachverstand, dass diese gesundheitsgefährdende Mengen Quecksilber – gemessen natürlich an den eigenen EU-Richtwerten – freisetzen können. Es handelt sich um dieselbe Sorte Politiker, die zwar genau wissen, wie das Klima in hundert Jahren aussieht, aber vom Schneefall im Dezember so überrascht werden, dass Deutschland an den Rand des Verkehrszusammenbruches gerät.

Die WELT berichtet:

Der mächtige Vorsitzende des Industrieausschusses im EU-Parlament, Herbert Reul (CDU), sagte „Welt Online“: „Ich werde alles tun, um das Glühbirnenverbot in der EU doch noch zu kippen.“

Hintergrund der Äußerungen Reuls sind neue Erkenntnisse des deutschen Umweltbundesamtes (UBA). Den Untersuchungen der Behörde zufolge können Energiesparlampen – die die herkömmlichen Glühbirnen schon binnen kurzer Zeit ganz ablösen sollen – ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellen. Geht eine Energiesparlampe zu Bruch, so kann laut Erkenntnisses der Experten eine Quecksilberkonzentration im Raum freigesetzt werden, die den Richtwert von 0,35 Mikrogramm pro Kubikmeter um das Zwanzigfache überschreitet. Darum sollten sich insbesondere Kinder und Schwangere von Energiesparlampen fernhalten, empfiehlt die Bundesbehörde.

„Ich erwarte von der EU-Kommission, dass sie das Verbot von Glühbirnen unverzüglich außer Kraft setzt“, sagte Reul – und forderte umgekehrt, ein Verbot für die Energiesparlampe in betracht zu ziehen: „Außerdem muss die Kommission überprüfen, ob die als Alternative vorgesehene Energiesparlampe aufgrund der nachgewiesenen Gesundheitsgefahren überhaupt noch vertrieben werden darf.“ Der CDU-Politiker warf der EU-Kommission vor, dass sie „getrieben vom Klimaschutzwahn Symbolpolitik betrieben hat, die weder dem Klimaschutz noch der Gesundheit der Menschen dient“.

Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Silvana Koch-Mehrin (FDP), schloss sich Reuls Forderung weitgehend an: „Solange nach wissenschaftlichen Erkenntnissen davon auszugehen ist, dass Energiesparlampen zu erheblichen Gesundheitsschäden führen können, muss die EU das Glühlampenverbot – zumindest für Privathaushalte – aussetzen.“ Es könne doch nicht sein, dass unter dem Deckmantel des Umweltschutzes die beim Verbraucher beliebten und bewährten Glühbirnen vom Markt genommen und „durch gesundheitsgefährdende Produkte ersetzt werden.“

Koch-Mehrin sagte weiter, als Mutter könne sie nur raten: „Keine Energiesparlampen in Kinderzimmern verwenden!“ Infolge eines Beschlusses der EU dürfen herkömmliche Glühbirnen mit 100 Watt seit dem 1.?September 2009 nicht mehr verkauft werden, seit dem 1.?September dieses Jahres gilt das Verbot auch für Birnen mit 75 Watt. Ab September 2011 dürfen auch die am meisten verbreiteten 60-Watt-Birnen nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden. Nach 2011 sollen die 40- und 25-Watt-Birnen vom Markt verschwinden. Grund für die Maßnahme ist der Klimaschutz.

„Klimaschutz“ bedeutet in diesem Zusammenhang Schutz vor einer behaupteten Erderwärmung, während jeder Bürger sich gerade in diesen Tagen davon überzeugen kann, dass da wo er sich selber aufhält mit gerade sechs frostfreien Monaten in diesem Jahr ein Klima herrschte, das man üblicherweise am Polarkreis erwarten könnte. Katastrophengläubige argumentieren dazu, das besonders kalte Wetter der letzten Jahre spräche keineswegs gegen eine Klimaerwärmung: Auch wenn es kälter wird, wird es wärmer. Wer das bezweifelt, ist dumm oder bösartig. Das gilt auch für New York, wo derzeit Schneestürme zu einem ähnlichen Chaos führen wie in Europa. Die Südstaaten der USA erlebten erstmals seit 100 Jahren weiße Weihnachten:

  1. #1 von Teutanixcus am 28/12/2010 - 15:58

    An https://quotenqueen.wordpress.com/2010/12/27/der-letzte-macht-das-licht-aus/#more-1121

    Ob das alles schon die Folge des Energie-CO-2-Sparens ist ?!
    Wie auch immer, Meteriologie ist komplizierter, als dass man mit ein paar heißen Sommern oder kalten Wintern etwas erklären könnte.

    Aber zum QUECKSILBER: Na wer sagts denn, wenn nach Protetsschreiben von mir an Redaktionen nun auch ein paar Politiker und schließlich Blogs wie hier reagieren.
    Oder ist Hg ( Quecksilber ) auch so ungefährlich, wie an sich CO-2 ?!

    Dass sich die(se) genannten Politiker, wie auch einige Redakteure nur auf m ö g l i c h e Hg-Vergiftungen im Wohnzimmer beziehen, statt auf die Frage der Verseuchung der Biosphäre mit dem außer den radioaktiven problematischstem Schwermetall durch desse PRODUKTION und „ENTSORGUNG“ ?! Erbärmlich, 30 Jahre Umweltschutz-Werbung für die Katz !

    Und nebenbei entfällt ebenfalls der seit 1975 bekannte Hinweis auf die HAUT- UND AUGENSCHÄDLICHKEIT der „Neon“-Leuchstoff-Lampen, die aktuell mit Hg wie mit Hg-Amalgam angeboten werden, ebenfalls „entfällt“ die Warnung vor der starken Elektrosmog- und Blaulicht-Wirkung dieser „Energiesparer“, die den Menschen schlapp oder überdreht und unkonzentriert machen.

    Und was ist mit LED ? Da fehlt mir jeder Hinweis auf evtl. giftige Produktions-/Nebenwirkungen; das Licht der jüngsten Produkte zwischen 18 und 28,- bei rd. 10tausend Betriebsstunden un düber 90 % Watt / leistungsbezogene Einsparung, ist gelblich angenehm.

    Desgleichen gilt für die ziemlich natürliche glühende HALOGEN-BIRNE ? Warum wird die wie bei den entsprechenden Redaktionsbeiträgen in Zeitungen und Rundfunk fast nie POSITIV erwähnt ? Immerhin spart die bei 2000 Betriebsstunden felsenfeste 30 % ein. DAS wäre ein echter Kompromiss! Zumindest solang durch einseitige Produkt-Propaganda deren Preis nicht über 2,- liegen würde, grob gerechnet !
    Dabei ist die von OSRAM und auch von PHILIPS produziert. Und wie ich eben erfahren durfte, sogar eine Birne mit 5 0 % watt-bezogene Einsparung !!

    WER schläft hier also noch alles, außer die notorischen Journalisten und Politiker ?!
    Schreibt mir -> naturkraft@techno.ms

  2. #2 von Argutus rerum existimator am 29/12/2010 - 10:06

    Katastrophengläubige argumentieren dazu, das besonders kalte Wetter der letzten Jahre spräche keineswegs gegen eine Klimaerwärmung

    Obwohl ich nicht der „Church of Global Warming“ angehöre, muß ich als Physiker sagen: Sie haben Recht. Das ist in der Tat kein triftiges Argument. Selbst eine langfristige, deutliche Abkühlung Europas wäre kein Widerspruch zu einer globalen Erwärmung. Komplexe Systeme sind eben nicht so einfach beschaffen, wie manche Laien sich das vorstellen.