WDR: Verstrickt in Betrug und Steuerhinterziehung

Als Haussender der roten Landesregierung von Hannelore Kraft in NRW bejubelt der WDR Millionenausgaben für kriminell beschaffte Bankdaten, um Jagd auf “Reiche” zu machen. Jetzt kommt ans Licht, dass der kommunistisch durchsetzte Sender selber tief in kriminelle Machenschaften verwickelt ist. Ausgerechnet systematische Steuerhinterziehung und Betrug an den Gläubigern eines Protagonisten einer beliebten Sendung wird den roten Journalisten vorgeworfen. In Köln zeigt man sich uneinsichtig.

Der WESTEN berichtet:

Der Seriendarsteller Roland Beuge, bekannt als “Trödelking” im WDR, hat Staat und Gläubiger geprellt. Zehn Monate Bewährungsstrafe sind die Folge. Sein Arbeitgeber, der WDR, spielte mit und überwies Gelder in die Schweiz. Doch davon will die Fernsehfamilie plötzlich nichts mehr wissen. (…)

Ab Frühjahr 2007 produziert die bis dahin unbekannte Firma Media Uno GbR den „Trödelking“ mit Beuge in der Hauptrolle. Die Media Uno GbR ist ein Gemeinschaftsunternehmen. Hinter der Firma steckt die freie Produzentin Anja Krafzick und die Good Times GmbH, die von der Frau des damaligen WDR-Formatentwicklers Karl-Heinz Angsten geführt wird.

Die Sendung schlägt ein. Die Quoten sind Spitze. Trödelking Beuge wird zu einem Aushängeschild des WDR. Der Sender zahlt von nun an je Folge eine hohe fünfstellige Summe an wechselnde Produktionsfirmen. Bis hierhin glänzt die Erfolgsgeschichte. Doch hinter der Fassade stinkt es.

Die erste Pfändungsankündigung gegen Fernsehstar Beuge geht beim WDR am 26. Juli 2007 ein. Wenige Tage nach der Erstausstrahlung des Trödelkings. Beuge schuldet einem Metallbauer Geld. In einer Antwort-E-Mail weist der WDR jede Verantwortung von sich und sagt, Beuge sei über eine Produktionsfirma beschäftigt. Wenn überhaupt, sei die zuständig. Um welche Produktionsfirma es geht, dazu schweigt der WDR. Stattdessen informiert der Sender die Media Uno GbR. Dort wird der Fall jedoch zu den Akten gelegt. „Ich reagiere da mal erst gar nicht drauf“, schreibt Media Uno Chefin Anja Krafzick in einer E-Mail.

Diese Methode, Gläubiger abzuwehren, wird in Zukunft Standard beim WDR in Sachen Trödelking. Am 31. August 2007 wiegelt der Sender eine gerichtlich bestätigte Forderung gegen Beuge ab: „Ein Schuldner mit dem Namen ist beim WDR Köln unbekannt.“ Trödelking Beuge stand da schon in jeder Fernsehzeitung. Ein juristisch sauberes Vorgehen, das bei Gläubigern für ungläubiges Staunen sorgt.

Die Schulden von Roland Beuge stammen aus einer Pleite mit einer Verpackungsfirma im Jahr 2002. Beuge tauchte damals ab und begann ein Leben als Trödler, ein Geschäft von der Hand in den Mund. Erst die Fernsehmenschen holten Beuge aus dem Tal und machten ihn zum WDR-Helden.

Heute will der WDR nichts von Pfändungen als früher Warnung wissen. Der Sender teilt mit, er habe „erstmals im September 2010“ von Beuges finanziellen Schwierigkeiten erfahren – nicht wie in den Dokumenten verzeichnet bereits 2007. Zudem seien für den WDR Geldprobleme allein kein Grund die Zusammenarbeit zu überdenken. Hätte der Sender damals allerdings genau hingesehen, wäre es vielleicht nicht zu einem System Trödelking gekommen.

System konnte nur mit Wegschau-Modus funktionieren
Das System konnte nämlich erst dank Wegschau-Modus gedeihen. Noch im Herbst 2007, kurz nach der Ankündigung der ersten Pfändung, baute der Trödelking, damals mit der Hilfe der Media Uno GbR, das Schweizer Modell auf, das seine Einkünfte vor dem Zugriff der Gläubiger schützte und nebenbei noch dabei half, Steuern zu hinterziehen. Zunächst schloss Beuge einen Darstellervertrag ab. Laut diesem verdiente er offiziell 1000 Euro im Monat. Etwa soviel, wie er bekommen durfte, ohne dass sein Einkommen gepfändet werden konnte.

Und dann sorgte er dafür, dass über Zürich weiteres Geld floss. Angeblich hatte der Schweizer Treuhänder Hansjürg Brumann die Lizenz für die Nutzung der Persönlichkeitsrechte von Beuge erhalten. Für diese Lizenz stellte der Treuhänder 5000 Euro je Folge in Rechnung. Anja Krafzick bezahlte im Namen der Media Uno GbR – und nach Ausstieg der Good Times – für deren Folgefirmen insgesamt etwa 250 000 Euro. Schwarzgeld für den Trödelking. Treuhänder Brumann gibt an, mit Wissen von Krafzick von Anfang an nur Strohmann gewesen zu sein. Beuge selbst erklärte im Dezember 2007 seine Privatinsolvenz.

Im Jahr 2010 wechselt die Produktionsfirma für den Trödelking. Nun filmt die Moderatorin Bettina Böttinger mit ihrer Firma Encanto den WDR-Ramschstar. Auch die Encanto macht mit Beuge ein Schweizer Modell. Mit einem Unterschied: Nicht ein Treuhänder stellt Lizenz-Rechnungen, sondern die Firma Horizons Entertainment. Hinter dieser Firma steckt wieder allein Roland Beuge.

Das Ende ist schnell erzählt: Der Trödelking hat viele Feinde. Einer zeigt Beuges Schweizer System an. Steuerfahnder ermitteln. Der WDR wird durchsucht, die Media Uno ebenfalls. Die Fahnder werden fündig. Sie halten Treuhänder und Horizons Entertainment für Briefkästen, deren Einnahmen direkt Beuge zuzuordnen sind. Der Trödelking kommt kurz in Untersuchungshaft. Ein Strafbefehl wird geschrieben, sein Vermögen weitgehend eingezogen. Und damit soll die Sache erledigt sein.

Für die meisten stimmt das auch. Bettina Böttingers Encanto will sich zu den Vorgängen nicht äußern. Der WDR sieht keinen Grund, seine Haltung zu ändern. „Eine Überweisung von Vergütungen in die Schweiz ist nicht ungewöhnlich, wenn ein Protagonist oder eine Produktionsfirma ihren Sitz in der Schweiz hat.“ Die letzte Folge Trödelking lief am 16. Dezember 2011. Mit guter Quote.

Beuge selbst berichtet, dass der WDR ihm die kriminellen Schwarzgeldzahlungen regelrecht aufgedrängt habe:

“Das ist eine recht kurze Geschichte. Nach einer Firmenpleite habe ich erst in Lohmar und dann in Troisdorf Trödelhallen aufgebaut und gleichzeitig erfolgreich über Ebay gehandelt. Das waren meine einzigen Chancen damals, ein paar Euro zu verdienen. Und wie es das Leben so will, hat sich dann bei mir eine Produktionsfirma gemeldet. So wurde die Firma Good Times, bei der vieles in Köln zusammenlief, auf mich aufmerksam.

Über die Good Times kam ich erst als Verkaufsexperte zur WDR-Sendung “Der große Finanzcheck” und schließlich zur Media Uno als Moderator der Sendung “Trödelking”. Dass die Sache so einschlägt, dass später mal der WDR den roten Teppich für mich ausrollt, hätte ich nie gedacht.”

Damals begann für mich das Übel. Ich konnte kaum in den Spiegel schauen. Ich hatte Offenbarungseide abgegeben. Aber ich trat als Verkaufsexperte auf, um Schulden von anderen Leuten zu regeln. Ich dachte, wie pervers ist die Welt.”

“Schon bei der ersten Produktion habe ich den Leuten gesagt, dass ich kein Geld verdienen kann, weil ich eine Pleite hingelegt hatte. Ich habe immer mit offenen Karten gespielt. Allen war klar, dass ich pleite war, auch den führenden Leute beim WDR. Ich wusste doch, egal, wo ich auftauche, kommen anschließend Gläubiger und wollen meinen Lohn pfänden. Das war mein Leben. Die Produzenten haben mir von Anfang an gesagt: Roland, da gibt es andere Wege. So sollte ich Tankquittungen beibringen, egal welche. Das Geld wurde mir dann erstattet, bis ein zuvor vereinbarter Geldbetrag erreicht war. Das war mein Lohn – es ging bis zu 1500 Euro im Monat.

Als passende Geschichte wurde mir präsentiert, ich hätte Recherchen für die Produzenten gemacht. Also, ich hätte etwa eine Vase gefunden. Und um den Wert der Vase zu ermitteln, sei ich von Pontius nach Pilatus gefahren. Dazu kamen Quittungen für alle möglichen Sachen, etwa Material aus dem Baumarkt oder einfach Kleidung, die ich angeblich gekauft hätte. Das wurde mir alles erstattet. Mir haben alle nur gesagt, dass ich vor der Kamera gut aussehen muss. Um den Rest kümmern sich andere. Am Ende sollte ich meine Persönlichkeitsrechte an einen Treuhänder verkaufen. Über diese Person würden dann die Zahlungen abgewickelt. Ich hatte bis dahin noch nie etwas von Persönlichkeitsrechten gehört. Später hat mir dann ein Anwalt der Media Uno die entsprechenden Verträge mit einem Schweizer Treuhänder vorgelegt.”

“Ich wollte ehrliche Geschichten machen, zeigen, wie es wirklich ist. Ich glaube, nur so kann man dauerhaft eine gute Quote erreichen. Ein Beispiel nur: Der WDR hat sich ein so genanntes Promi-Trödeln gewünscht. Wir sind also zur Bonner Kabarettistin Anka Zink gefahren. Ich bin direkt in den Keller gegangen. Dort war nichts, was in meinen Augen getrödelt werden konnte. Der Keller war nackig. Das habe ich auch gesagt. Dann ist ein Mitarbeiter der Media Uno in den Baumarkt gefahren und hat einen Werkzeugkasten gekauft und den in den Keller gestellt. Den Werkzeugkasten sollte ich dann vertrödeln. Das war ein Fake. Ich war stinksauer und hab meine Wut rausgebrüllt. Es heißt, ich sei cholerisch. Nein, ich war bitter enttäuscht, dass man mich so weit bringen wollte, für das Fernsehen zu lügen.”

Beim Wechsel der Produktionsfirma zur Encanto von Bettina Böttinger habe ich meinen Treuhänder abgelöst. Statt seiner habe ich meine eigene Schweizer Firma in die Verträge mit der Encanto über meine Persönlichkeitsrechte eingesetzt. Das stand sogar in den Verträgen: Horizons Entertainment vertreten durch Roland Beuge. Zudem hat die Encanto immer wieder für mich Geld ausgegeben und diese Beträge von Honoraren an die Horizons abgezogen. Etwa wenn sie einen Leihwagen für mich persönlich gemietet haben oder eine Wohnung für mich. Dann hieß es, das sei ein Geld werter Vorteil, der müsse vom Honorar an meine Firma abgezogen werden. Ich glaube, die Encanto hat lediglich einen Weg gesucht, wie sie ihre Bücher sauber halten und die Verantwortung auf andere abschieben kann.”

“Ich gebe mal ein Beispiel: Ich will nichts mit dem 2. Weltkrieg zu tun haben. Ich will keine Hitler-Tagebücher verkaufen, ich will keine Hakenkreuze verhökern, schon gar nicht in meiner Sendung Trödelking. Nur eine Ausnahme lasse ich zu, wenn hinter einer Sache aus dem Krieg eine historische Geschichte steckt, die erzählt werden muss. So einen Fall gab es tatsächlich. Eine Familie aus Köln hatte einen Opa, der mit einer zusammengeschossenen Junkers Ju seine Kameraden von der Front gerettet hat.

Für diese Familie sollte ich ein Andenken von diesem Opa verkaufen. Das gelang auch in angemessenen Rahmen. Ich habe das Andenken an eine Stiftung verkauft. Die Familie hatte aber auch anderes Zeug. Eben Hakenkreuze und diesen Schund. Ich habe in der Redaktion laut und deutlich gesagt, wir verkaufen keinen Nazikram. Eine klare Ansage, oder? Dann vermittelt jemand in der Produktionsfirma von Bettina Böttinger einen Kontakt zwischen dem Experten von meiner Liste mit Fachleuten und der Familie. Und hinter meinem Rücken werden so Orden samt Hakenkreuzen verkauft. Ich finde das unglaublich.”

Vielen Dank für diesen tiefen Einblick in die Arbeitsweise des mit Zwangsgebühren finanzierten Qualitätsjournalimus. BTW: Die Intendantin des roten Hetzsenders zahlt sich ein höheres Gehalt als das des Bundespräsidenten.

  1. #1 von wolkenmops am 10/08/2012 - 17:40

    Nun…solche und härtere Fälle denke ich gibt es überall….da kann man auch so weit nach “Oben” gehen in Medien und Politik, wieman will und Was kommt heraus von Alledem?

    Nichts…jedenfalls noch nicht.

    Oder meint da irgend Jemand, daß “Oben” “”sauber”" gespielt wird?

  2. #2 von karl am 11/08/2012 - 01:23

    Ich kann kein Geld verdienen weil es eh gepfändet wird…früher war es eine Schande seine Schulden nicht zurück zu zahlen!Und wie es aussieht hat er ja auch leicht und viel Geld verdient.Warum hat er damit seine Schulden nicht bezahlt?Und wenn er Privatinsolvenz anmeldet muss er nach 7 Jahren nichts mehr zahlen.

    Übrigens machen das auch viele LKW hab ich gehört-die Arbeiten dann für Ausländische Unternehmen-so erzählen jedenfalls LKW Fahrer.Ob die das Geld Bar bekommen keine Ahnung…Ist aber auch ein scheiss Job.

  3. #3 von Gudrun Eussner am 11/08/2012 - 13:44

    Ich hatte Offenbarungseide abgegeben. Aber ich trat als Verkaufsexperte auf, um Schulden von anderen Leuten zu regeln. Ich dachte, wie pervers ist die Welt.

    Do as I say, not as I do ! So funktioniert das.Ich meine, der “Trödelking” sollte zum Symbol bzw. Maskottchen von NRW gekürt werden. Der deckt alles ab, was in dem Bundesland relevant ist. :mrgreen:

  4. #4 von Nächstenliebe am 11/08/2012 - 17:18

    Die ARD bekommt jedes Jahr 5,1 Milliarden GEZ-Euronen geschenkt.
    Da ist man schon ausgelastet mit der Überlegung, wie man so viel Knete auf den Kopf haut.

    Für Qualität bleibt da kein Platz mehr. Auf allen Seiten herrschen die Trödel-Kings und das Hartz4-Publikum checkt es ohnehin nicht mehr.
    Für den Kinderkanal (“Kika”) z.B. ist der MDR verantwortlich. Dass sich ein Mitarbeiter dort jahrelang über 7 Millionen Euro in die eigene Tasche geschoben hat, ist über zehn Jahre nicht aufgefallen. Bei 5,1 ARD-Milliarden insgesamt eh nur Peanats.

    Mit der Haushaltsabgabe ab 2013 bekommen die Sendeanstalten noch mehr Geld für nichts zugeschoben.
    Es kann gar nicht anders sein, als dass daraus eine öffentlich-rechtliche Mafia erwächst.

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