Die Eroberungsgeschichte des Islam wiederholt sich immer wieder. Die vorhandene Kultur wird zerstört und die Verbündeten von gestern getötet. Wie in vielen Ländern zuvor kann man zur Zeit in Mali beobachten, was uns blüht, wenn der Islam die Macht übernimmt. Und was seine willfährigen Helfer von heute dann zu erwarten haben. In Timbuktu, das die Mohammedaner mit Hilfe der Tuareg eingenommen haben, die auf einen säkularen Staat hofften, zerstören die neuen Herren jetzt das Weltkulturerbe und ermorden die gestern noch gelobten Freunde.
Der SPIEGEL berichtet, ohne indes zu ahnen, dass es sich um einen Blick in die eigene Zukunft handelt:
Bewaffnete Islamisten haben in Timbuktu im Norden Malis ein zum Unesco-Weltkulturerbe zählendes Mausoleum zerstört. Mitglieder der Islamistengruppe Ansar Dine hätten am Samstag das Mausoleum des sufistischen Heiligen Sidi Mahmud verwüstet, berichteten Augenzeugen der Nachrichtenagentur AFP. Es war bereits im Mai teilweise zerstört worden. Nun rissen die Islamisten die Mauer der Grabstätte ein, wie aus dem Umfeld eines Imam bestätigt wurde. Wegen des bewaffneten Konflikts in Mali hatte das Unesco-Welterbekomitee die Wüstenstadt Timbuktu erst am Donnerstag auf die Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt.
“Sie haben gesagt, dass sie alles zerstören wollen”, sagte ein Journalist, der namentlich nicht genannt werden wollte. Damit reagierten die Islamisten den Angaben zufolge auf die Entscheidung des Welterbekomitees vom Donnerstag. Sie werfen der Unesco nach Angaben eines Augenzeugen vor, sich “in ihre Angelegenheiten einzumischen”. Die Islamisten lehnen den Sufismus – eine besondere Strömung des Islam – vehement ab. Insbesondere die Verehrung von Heiligen ist den Radikalen ein Ärgernis.
Das rund tausend Kilometer nördlich von Malis Hauptstadt Bamako gelegene Timbuktu am Rande der Sahara wird auch “Perle der Wüste” genannt und zählt seit 1988 zum Weltkulturerbe. Die zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert von Tuareg-Stämmen gegründete Stadt war ein geistiges Zentrum des Islam und beherbergt Tausende historische Manuskripte. Neben drei großen Moscheen gehören 16 Friedhöfe und Mausoleen zum Weltkulturerbe.Das westafrikanische Land Mali steckt in der Krise, seit es einer Gruppe von Soldaten im März gelungen war, die Macht an sich zu reißen und Präsident Amadou Toumani Touré zu stürzen. Nach dem Putsch gelang es Islamisten und Tuareg-Rebellen binnen Tagen, Teile des Nordens unter ihre Kontrolle zu bringen.
Seither ist die Lage unübersichtlich. Immer wieder kommt es zu Kämpfen zwischen den verschiedenen islamistischen Gruppen und Tuareg-Rebellen, die einen säkularen Staat fordern. Im Mai verkündeten die Tuareg-Rebellen einen Zusammenschluss mit der Islamistengruppe Ansar Dine.

#1 von Nächstenliebe am 02/07/2012 - 11:51
Ich find´s in Ordnung, wenn die Islamisten in Mali nun auch ein wenig am “arabischen Frühling” teilhaben.
Tuareg und Islamisten töten Sufisten und Islamisten töten Tuareg und sowieso jeden ist vorerst noch eine überschaubare Konstellation.
#2 von Heinz Ketchup am 02/07/2012 - 13:18
#1 von Nächstenliebe am 02/07/2012 – 11:51
Ich find´s in Ordnung, wenn die Islamisten in Mali nun auch ein wenig am “arabischen Frühling” teilhaben.
Eben, solange diese Steinzeitmenschen sich gegenseitig umbringen stört mich das auch nicht.
Was sollen diese armen Leute sonst auch tun? Sie haben doch keine sinnvolle Beschäftigung und sind alle mehr oder weniger arbeitslos. Auch reizvolle Freizeitbeschäftigungen dürften in der Wüste kaum vorhanden sein. So bringen wenigstens die jetzigen Tätigkeiten ein wenig Abwechselung in ihr von gähnender Langeweile gezeichnetes Leben.
#3 von kartoffelschwein am 02/07/2012 - 14:47
#2
Jetzt hast Du die Steinzeitmenschen aber beleidigt.
Geht ja garnicht!
#4 von Nächstenliebe am 02/07/2012 - 15:25
Stimmt, Steinzeitmenschen waren humaner als Islamisten.
Was die in Mali veranstalten, erinnert an die Zerstörung der Buddha-Figuren in Afghanistan 2001 durch die Taliban.
Und auch die Türken haben in den Kirchen Nordzyperns gehaust wie die Irren. Der Wut-Chip ist immanent.
#5 von attalan am 02/07/2012 - 16:52
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