Frankreich: Was auf Deutschland mit der Parti Socialiste zukommt

Gastbeitrag von Dr Gudrun Eussner

Kaum hat man sich eingekriegt vor Lachen über die Angriffe der gegenwärtigen Favoritin des Präsidenten Frankreichs und sich zum Vergleich noch einmal die phantastischen Geschichten der Grandes Favorites Royales gegönnt, geht es Schlag auf Schlag weiter. Der Parti Socialiste läßt nichts aus, getroffen werden alle, die nicht bei Drei auf den Bäumen sind: Konkurrentinnen, politische Freunde im Lande sowie solche in Europa. Schon jetzt kann man annehmen: Le couple franco-allemand, das Deutsch-französische Gespann kommt an sein Ende, es wird nicht in anderer, sondern in keiner Form mehr funktionieren. Dazu hat François Hollande bereits in der Debatte mit Nicolas Sarkozy, vor dem zweiten Durchgang der Präsidentschaftswahlen, die Weichen gestellt. Lange ist kein derartig offener Haß gegen Deutschland im französischen Staatsfernsehen gesendet worden. weiterlesen bei Eussner

  1. #1 von antifo am 14/06/2012 - 12:31

    OT:

    Schuldenkrise und Schutzverantwortung in Syrien
    http://antifo.wordpress.com/2012/06/14/schuldenkrise-und-schutzverantwortung/

  2. #2 von Gast am 14/06/2012 - 12:37

    War doch von vornherein klar.

    Onkel Hollande kommt mit dem grossen Klingelbeutel, um weitere Reparationszahlungen von den Deutschen für seine marode Bude “Grand Nation” zu kassieren bzw. zu erpressen.

    Alles wiederholt sich. Die abstrusen Reparationszahlungen und das damit verbundene Elend in der deutschen Bevölkerung nach dem 1. Weltkrieg haben Hitler erst möglich gemacht.

    Spätestens mit einem Regierungswechsel nach Ro-Grü wird dieser Schleimscheisser Hollande
    wiederum Kohle aus Deutschland rauspressen.

    Kohl hat die D-Mark an die Franzosen für die Wiedervereinigung verkauft. Die sind daran gewöhnt, das ihr eigenes wirtschaftliches und finanzielles Unvermögen vom deutschen Steuerzahler bedient wird.

    Der Deutsche darf dann arbeiten bis 68 um den Franzosen die Rente mit 58 zu finanzieren.

    Was kann die “Grand Nation” denn schon ??? Maximal Rotwein und Käse. Für Autos und Computer oder Flugzeuge sind die erwiesener Weise zu blöd und zu faul.
    Hoch leben die franz. Gewerkschaften . . . Vive la Franze

    Bleibt nur zu hoffen, daß Hollande sich als letzter notwendiger Sargnagel für diese
    verbrecherische EU erweist.

  3. #3 von Gudrun Eussner am 14/06/2012 - 13:18

    Mit DEM Parti Socialiste oder “mit der Sozialistischen Partei (Parti Socialiste)”. Parti ist maskulin, le parti. Ich möchte vermeiden, daß wir die französische Sprache so verbiegen wie die französischen Medien unsere, sie machen dabei selbst vor Eigennamen nicht halt. :mrgreen:

  4. #4 von luxlimbus am 14/06/2012 - 13:27

    Hartz-IV frißt Omas Häuschen, aber durch Stützung der kranken französischen Banken, zahlt, um der deutschen “Führungsrolle” willen, der kleine Deutsche mit seinem Hab und Gut jedwede Wohltat sozialistischer Zuwendung im Nachbarland (exist. franz. Mindestlohn: 9,50 € !!!).
    Ja – es kommen “Schöder-Jahre” auf Frankreich (und so auf Europa!) zu – verlorene Jahre, dessen ungenutztes Potential man in Zukunft ganz ganz bitter beklagen wird.

  5. #5 von nola am 14/06/2012 - 16:08

    Hallo Gudrun, daß hört sich alles nicht gut an, genauer gesagt, schlimmer als ich dachte. Da die Eu und insbesondere unser M. Schulz aber nicht weit entfernt von Hollande agieren, wird es sicherlich der Beginn einer neuen Freundschaft. Allmählich kann einem Angst und Bange werden.

    Danke auch für Deinen Artikel und die Mühe, die Du dir immer wieder machst, bis ins erklärte Detail. Ich selbst bin der französischen Sprache nicht mächtig, deshalb freue ich mich über diese wertvollen Einschätzungen, deren Interna man ja sonst gar nicht zu wissen kriegt.

  6. #6 von nola am 14/06/2012 - 17:56

    Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – In einem Interview mit der “Leipziger Volkszeitung” sagte Schulz: “Seit nunmehr zwei Jahren eiern die EU-Regierungschefs von Gipfel zu Gipfel, ohne dass sich die Situation verbessert. Wir rutschen eher immer tiefer in die Krise. Deshalb ist es in Ordnung, wenn sich die Bundesregierung nun korrigieren muss, weil sie die Hilfe der Opposition braucht und weil sie ein anderes Gegenüber in Paris hat.”

    Schulz bezog sich dabei auch auf das bevorstehende Treffen der SPD-Kanzlerkandidaten-Troika mit dem linken französischen Staatspräsidenten Francois Hollande an diesem Mittwoch in Paris. “Ich halte die Zusammenarbeit von Parteien über die Grenzen hinweg für völlig normal. Das ist europäische Innenpolitik. Wenn es überdies dazu führt, dass in Europa endlich die notwendigen Entscheidungen getroffen werden, ist das gut für uns alle.”

    .” Wenn sich nun die ideologischen Blockaden von einigen Regierungschefs auflösten “und sie endlich das Notwendige tun, kriegen wir das in Europa aber wieder hin”, sagte Schulz mit Blick auf die neue deutsche Regierungshaltung zur Finanztransaktionssteuer. Scharfe Kritik übte Schulz erneut an der Anregung der deutschen Bundeskanzlerin, mitten in der Krise eine neue Verfassungsdebatte über die politische EU zu beginnen.

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