In der DDR-Diktatur war es üblich, dass Schule, Betriebe und Vereine an Repressalien beteiligt waren, um falsche Meinungen der Menschen zu “korrigieren”. Ausgerechnet in der ehemaligen “DDR” wird jetzt ein junger Fußbalspieler von seinem Verein suspendiert und mit Hilfe des öffentlich-rechtlichen Zwangsfernsehens namentlich bloßgestellt, weil er “naive und unreife” Ansichten im Internet geäußert hat. Der Deliquent hatte das Ergebnis einer Casting-Show kritisiert.
Der Express berichtet:
Rassismus-Skandal beim FSV Zwickau: Der Oberligist hat seinen Spieler Robin Hölzel (18) wegen abfälliger Äußerungen im Internet über die dunkelhäutige Siegerin der Casting-Sendung „Voice of Germany“, Ivy Quainoo, vier Wochen suspendiert.
„Es hat sich herausgestellt, dass er wohl mitgeteilt hat, dass er nicht einverstanden damit ist, dass eine ‘Nicht-Deutsche’ den Wettbewerb gewinnt“, sagte Präsidiumsmitglied Gerhardt Neef dem MDR.„Er hat sich in einer naiven und unreifen Art geäußert. Er glaubte, eine Farbige sei keine Deutsche. Das hat mich sehr gewundert. Wir müssen ihn dazu bringen, dass er sich solche Dummheiten nicht mehr leistet“, so Neef weiter. Zusätzlich zu der Sperre soll der 18-Jährige eine „empfindliche“ Geldstrafe zahlen. „Es war notwendig, ihm ein Zeichen zu setzen.“
Darüber hinaus erklärte er, dass der Verein künftig einmal im Monat mit der Mannschaft ein Forum über gesellschaftliche Fragen abhalten werde. „Wir können nicht im Verein nachholen, was die Gesellschaft nur halbherzig betreibt“, sagte Neef jedoch.
#1 von stm am 24/02/2012 - 19:43
Rassismus-Skandal beim FSV Zwickau:…
Schon wieder Zwickau? Das muß ja ganz doll böse sein. Dort sollte man den Fußball und alles Andere am besten gleich ganz verbieten.
#2 von WahrerSozialDemokrat am 24/02/2012 - 20:36
Natürlich kann “och ne Klütte” (wie mein Opa immer liebevoll sagte) ne Deutsche sein!
Tatsache ist aber:
“Voice of Germany“ ist nun nicht gerade ein Deutscher Titel!?
“Ivy Quainoo” ist nun nicht gerade ein Deutscher Name!?
Und sie wurde 1992 in Berlin geboren und ist ghanaischer Abstammung! Staatsbürgerschaft vermutlich deutsch, steht aber nirgends konkret!
Da kann man schon mal durcheinander kommen mit der großen weiten Welt gebündelt hier im kleinen Deutschland!!!
In der Eifel wird man übrigens erst in der dritten Generation als heimisch angesehen, selbst wenn man aus Köln kommt! Bis dahin ist man der Kölner oder die Kinder vom Kölner!
#3 von karl am 25/02/2012 - 00:55
Was wollt ihr denn-in Afrika wird man selbstverständlich als Ur-ur-ur Enkel als Afrikaner anerkannt.
#4 von indianerjones am 25/02/2012 - 02:19
Egal was passiert und noch pasieren wird, hoffentlich nicht allzuviel, aber die politische Erziehung, wenn es überhaupt gehr , solte zuallerst den Grün-Linken und Antifanahen Personengruppen angedacht sein. Wobei man aber die versprengten Blödrechten Gruppen nicht außer Acht lassen soll.
Aber es ist wirklich zu empfehlen das Hauptaugenmerk auf die zu legen , die Zuwanderergruppen sind da mit reinzunehmen, besonders die, wo keine Einwanderer sind.
#5 von Erwin Mahnke am 25/02/2012 - 07:55
Also wenn man sich den Fall mal wirklich durch den Kopf gehen lässt, sind wir stramm auf dem Weg in die DDR 2.0 oder bereits angekommen.
Da mischen Goebbelsjünger der Presse diesen Fall mit dem völlig unzusammenhängend Vorfall der “Sieg Heil” Rufe, in dem die Ermittlungen ergebnislos eingestellt worden sind. Da wird der Name des 18jährigen im Klartext gebracht, wo jeder “südländische” Messerstecher von Ali in Klaus umgedichtet wird. Da wird sein facebook-Konto geschlossen. Und die disziplinarischen Konsequenzen im Verein sind auch heftig.
Und wofür? Er soll gesagt haben, bitte um mehr Details, “Das ist ja eine Frechheit, dass diese Un-Deutsche gewonnen hat”. Die Zeitungen nennen das “Verspottung”, “Rassistische Äußerung”, “Beledigung”, “Abfällige Bemerkung”. Letzteres war es wohl, aber man vergleiche das mal, was da da tatgtäglich in Deutschland so gesagt wird.
Völlig überzogene und unagemessene Kritik.